10 Jahre FGC

Zehn Jahre sind seit der Gründung des FGC vergangen: Die Kommunistische Jugendfront kann mit Stolz auf ein Jahrzehnt ihres Bestehens zurückblicken – die Zukunft steht im Zeichen des Kampfes.

Rom. Die Kommunistische Jugendfront (Fronte della Gioventù Comunista – FGC) feiert in diesen Tagen ihr zehnjähriges Bestehen. Wir wollen zu diesem feierlichen Anlass einen gedrängten Einblick in ihre Geschichte bieten.

Die Kommunistische Jugendfront kann sich als die italienische Organisation bezeichnen, in der junge Kommunistinnen und Kommunisten ihren Sammlungspunkt in Italien finden. Das hängt einerseits mit ihrem unbestreitbaren Wachstum und ihrer Größe zusammen als auch mit ihrer marxistisch-leninistischen Ausrichtung, die sich mit der Zeit geformt und verfeinert hat. Sie ist die revolutionäre Organisation junger Arbeiterinnen und Arbeiter, Schülerinnen und Schüler, Studierender, prekärer und arbeitsloser Jugendlicher, Jugendlicher aus Arbeitervierteln und Vorstädten, die gegen den Kapitalismus und für den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft kämpfen.

Entstanden ist die Kommunistische Jugendfront im gar nicht so fernen Jahr 2012, aus dem Zusammenschluss von kommunistischen Kollektiven, Verbänden und einzelnen Aktivistinnen und Aktivisten. Man einigte sich bald auf einen Namen und ein Akronym: Fronte della Gioventù Comunista – FGC. Ihr Gründungskongress fand am 9. und 10. Juni 2012 unter dem Slogan „Für eine kommunistische Jugend!“ statt.

Ihren ersten Kongress hielt sie ein Jahr darauf, im März 2013, unter dem Motto „Der Kommunismus ist die Jugend der Welt“ ab. Im Dezember 2016 folgte ihr zweiter nationaler Kongress, der das Ziel verfolgte, den Beitrag der Jugend zum kommunistischen Wiederaufbauprozess in Italien unter der Losung „Kämpfe organisieren, Jugend stärken – für den Kommunistischen Wiederaufbau!“ auszubauen. Der zweite Kongress fand auch schon unter Beteiligung eines Delegierten aus Österreich statt, einem späteren Mitbegründer der hiesigen Jugendfont, der im Zeichen des proletarischen Internationalismus freundschaftliche Beziehungen aufbaute und fruchtbare gegenseitige Lernprozesse in Gang setzte.

Im Jahr 2015 wird die Kommunistische Jugendfront Mitglied des Weltbunds der demokratischen Jugend (World Federation of Democratic Youth – WFDY) und nimmt außerdem jährlich am Treffen Europäischer Kommunistischer Jugendorganisationen (MECYO) teil, das sie 2016 in Rom auch selbst ausrichten durfte.

Kampf organisieren – die Jugend stärken

Die Kommunistische Jugendfront zeichnete sich bis dato in ihrer Arbeit durch Fleiß, Motivation, Militanz, Disziplin und nicht zuletzt durch eine sinnvolle politische Praxis aus. In und durch ihren Erfolg bei italienischen Studentenwahlen zeigte sie, wie Studierendenpolitik aus einer kommunistischen Perspektive aussehen muss: Anstatt sich auf Wahlen und kurzfristige Wahlergebnisse zu beschränken und ihre Kader im Sinne des Karrierismus zu erziehen, stellte die Kommunistische Jugendfront stets den Klassenkampf in den Vordergrund und nutzte ihre Reichweite für eine echte Mobilisierung der Studierenden, um gegen dieses System planmäßig und diszipliniert vorzugehen. Damit hebt sie sich von allen anderen linken Gruppierungen und sozialdemokratischen Jugendorganisationen in Italien in aller Deutlichkeit ab.

Am 10. Juni 2017, just zum fünfjährigen Bestehen des FGC, fasste die Jugendorganisation ihre bisherige Arbeit zusammen und zog ein positives Fazit daraus, den Prinzipien des Marxismus-Leninismus kompromisslos treu geblieben zu sein:

„Um uns herum hätten nur wenige darauf gewettet, dass wir fünf Jahre später hier eine ausgesprochen positive Bilanz unserer Arbeit ziehen würden. Im Gegenteil, selbst in einigen Bereichen der kommunistischen Bewegung und der Linken waren viele davon überzeugt, dass die einzige Möglichkeit, eine Form von Konsens aufrechtzuerhalten, darin bestünde, die eigenen Prinzipien aufzugeben, und hielten daher die Idee, eine kommunistische Jugend auf kohärenten revolutionären Positionen aufzubauen, für nahezu anachronistisch. Fünf Jahre später ist die Kommunistische Jugendfront eine gefestigte Realität, dank der damals getroffenen Entscheidung, mit den opportunistischen Praktiken zu brechen, die selbst im Jugendbereich die Kommunisten auf eine marginale und untergeordnete Rolle verwiesen hatten; dank der Verpflichtung, eine Organisation aufzubauen, die in der Lage ist, die Welt mit den Werkzeugen des Marxismus-Leninismus als revolutionärem Gedanken des Proletariats zu analysieren, ohne Kompromisse und Zugeständnisse an die herrschende Ideologie. Wir denken, dass wir diese Wette gewonnen haben, und es sind genau diese Entscheidungen, die es uns ermöglichen, die proletarische Jugend heute mit Beständigkeit anzusprechen, nach Jahren der Anstrengungen und des Engagements in unserer täglichen Arbeit.“

Schülerproteste und staatliche Repression

Die ZdA begleitete seit ihrem Bestehen häufig die italienischen Ereignisse im Zusammenhang mit der Kommunistischen Jugendfront. Im letzten Jahr dominierten die Meldungen über das verhängnisvolle duale Schulsystem (alternanza scuola lavoro), in dessen Kontext schwerwiegende und sogar tödliche Arbeitsunfälle bei unbezahlten Praktika zu täglichen Vorkommnissen im Kapitalismus geworden sind. Die Kommunistische Jugendfront organisierte Demonstrationen gegen dieses Schulsystem unter Teilnahme von 200.000 Schülerinnen und Schülern. Der italienische Staat rächte sich hierfür an mehreren Gelegenheiten mit massiver Polizeibrutalität und Schikanen, wo klargemacht wurde, dass Konzerninteressen nach wie vor mit dem (staatlichen) Polizeiknüppel gegen protestierende Schülerinnen und Schüler verteidigt werden.

Vorerst nur in der gebotenen Kürze meldete sich die Kommunistische Jugendfront in Bezug auf ihr Jubiläum auf Facebook zu Wort:

„Der FGC wird heute 10 Jahre alt. Mit der Arbeit des 3. Nationalen Kongresses fällt auch der 10. Jahrestag der Gründung des FGC zusammen. Unsere Überzeugung ist heute stärker als damals. Es wurde viel getan, und es bleibt noch so viel zu tun, Schulter an Schulter mit allen Genossen und Genossinnen.“

Und damit ist auch schon die Kürze der Nachricht erklärt: Die Kommunistische Jugendfront befasste sich parallel zum zehnjährigen Jubiläum mit ihrem 3. Kongress, der vom 9. bis 12. Juni unter dem Slogan „Avantgarde der realen Bewegung, Fundament des kommunistischen Wiederaufbaus“ stattfand und worüber noch zu berichten sein wird.

Quellen: gioventucomunista​.it / FGC / FGC / gioventucomunista.it

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