Mit dem Start ins Jahr 2026 treten zahlreiche Neuerungen in Kraft. Vor allem Autofahren, Wohnen und der tägliche Konsum belasten viele Haushalte stärker. Entlastungen gibt es zwar, sie fallen jedoch deutlich geringer aus als die Teuerungen.
Das Jahr 2026 beginnt mit einer Vielzahl an Änderungen, die für viele Menschen vor allem eines bedeuten: höhere Kosten. In mehreren Lebensbereichen steigen Gebühren, Steuern und Fixkosten, während nur wenige Maßnahmen tatsächlich spürbar entlasten.
Verkehr und Pendeln: steigende Kosten dominieren
Autofahrerinnen und Autofahrer müssen 2026 tiefer in die Tasche greifen. Die Jahresvignette für Autobahnen kostet nun 106,80 Euro und wird zum letzten Mal als Klebevignette angeboten. Ab 2027 ist sie ausschließlich digital erhältlich. Gleichzeitig steigen bei neu zugelassenen Verbrennern sowohl die motorbezogene Versicherungssteuer als auch die NoVA. Für Neuwagen sind zudem zusätzliche Assistenzsysteme verpflichtend, was die Anschaffungskosten erhöht.
Auch das Parken und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel werden teurer. In Wien steigen die Tarife in den Kurzparkzonen um knapp 30 Prozent, ebenso das Anrainer-Parkpickerl und die Preise für die Öffis. Zusätzlich erhöhen sich die Kosten für das Klimaticket, insbesondere für regionale Varianten wie jenes in Oberösterreich.
Zwar wird der Pendlereuro von zwei auf sechs Euro pro Kilometer erhöht und der Verkehrsabsetzbetrag angehoben, diese Entlastungen gleichen die steigenden Mobilitätskosten jedoch nur teilweise aus.
Wohnen und Fixkosten: Druck auf Haushalte bleibt hoch
Seit 1. Jänner gilt eine Mietpreisbremse für alle Mietverhältnisse. Künftig darf nicht mehr die gesamte Inflation von über drei Prozent weitergegeben werden, zudem sind Mietanpassungen nur noch einmal jährlich möglich. Dennoch müssen viele Mieterinnen und Mieter mit höheren Kosten rechnen: Die gesetzliche Mindestrücklage für Wohnungseigentümer steigt, also jene Rücklagen für künftige Erhaltungsarbeiten. Diese Mehrbelastung wirkt sich in der Praxis auf die Mieten aus.
Bei den laufenden Kosten gibt es zwar leichte Entlastungen beim Strom, unter anderem durch eine gesenkte Elektrizitätsabgabe und einen Sozialtarif ab April für einkommensschwache Haushalte. Angesichts der allgemeinen Teuerung bei Wohnen, Verkehr und Gebühren bleibt der finanzielle Spielraum vieler Haushalte dennoch eingeschränkt.
Konsum, Arbeit und neue Regeln: Mehr Belastung, mehr Einschränkungen
Rauchen wird 2026 erneut teurer. Tabakprodukte unterliegen schrittweisen Steuererhöhungen, Nikotinbeutel und Liquids für E‑Zigaretten fallen künftig ebenfalls unter die Tabaksteuer. Eine Dose Nikotinbeutel kostet dadurch rund 50 Cent mehr und darf nur noch in Trafiken verkauft werden. Einweg-E-Zigaretten werden Ende 2026 vollständig verboten.
Am Arbeitsmarkt gelten strengere Regeln: Ein Zuverdienst neben dem Arbeitslosengeld ist ab 2026 nur noch in Ausnahmefällen erlaubt. Ziel ist es, die Dauer der Arbeitslosigkeit zu verkürzen – für Betroffene bedeutet das jedoch weniger finanzielle Flexibilität.
Im Bildungsbereich treten ebenfalls neue Vorgaben in Kraft. Kinder mit deutlichen Deutschdefiziten müssen verpflichtend die Sommerschule besuchen. Ab dem kommenden Schuljahr gilt zudem ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren an Schulen, bei Verstößen drohen Strafen.
Zwar werden Periodenprodukte und Verhütungsmittel ab 2026 von der Umsatzsteuer befreit und damit günstiger, insgesamt überwiegen jedoch die Teuerungen und neuen Einschränkungen. Für viele beginnt das Jahr 2026 daher vor allem mit höheren Ausgaben und strengeren Regeln.




















































































