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Krise trifft Österreich besonders hart

Statistiken von internationalen Einrichtungen wie der OECD und von Eurostat belegen, dass Österreich besonders stark von der aktuellen Krise betroffen ist. Über die Gründe hierfür wird viel spekuliert. Klar ist: Es liegt am Kapitalismus und es kann nur eine Lösung geben, den Sozialismus.

Sozialpartnerschaft: Die Arbeiterklasse zahlt

Die Zahlen für 2020 zeigen, dass die aktuelle Krise Österreich im Vergleich zu den anderen EU-Staaten besonders hart trifft. Anders als in vergangenen Krisen, in denen die Herrschenden die Sozialpartnerschaft als das Heilmittel für die kapitalistische Krise verkauften und ihr deren milden Verlauf zuschrieben, zeigt sich in der aktuellen Krise, dass die Sozialpartnerschaft die Probleme des Kapitalismus zumindest für die Arbeiterklasse nicht lösen kann. Wenngleich sie in der aktuellen Situation eine Renaissance erlebt, da hierüber die Gewerkschaften gut genutzt werden können, um die Politiken mit durchzusetzen. Wie wir bereits berichteten, zahlt die Arbeiterklasse den größten Teil der Krisenkosten, nämlich 8 von 10 Euro.

Krisenlösung: Sozialismus

Die von Eurostat und der OECD erhobenen Zahlen halten festen, dass beispielsweise die Arbeitslosigkeit in Österreich stärker stieg als im Durchschnitt der EU- oder Eurozonenländer, wenngleich auch von einem hohen Ausgangsniveau. Die Zahl der Arbeitslosen wuchs um 31,4 Prozent. Im Vergleich zu den Nachbarstaaten ist die Situation der Arbeiterklasse aber auch bezüglich der Kurzarbeit in Relation schlecht. So müssen die Kolleginnen und Kollegen anteilig auch mehr Einbußen durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeit in Kauf nehmen. Ende 2020 waren in Österreich ca. 400.000 Beschäftigte in Kurzarbeit, in Deutschland waren es 666.000, was bei etwa zehnmal so vielen Einwohnerinnen und Einwohnern anteilig deutlich weniger Lohnabhängige sind. Gründe hierfür gibt es viele, bürgerliche Ökonominnen und Ökonomen begründen dies unter anderem damit, dass der Tourismus in Österreich ein so großer und wichtiger Sektor sei. Dieses Argument ist nicht von der Hand zu weisen; was jedoch keinerlei Beachtung in den Debatten rund um die tiefste kapitalistische Krise seit der Nachkriegszeit findet, ist, dass diese Krise dem Kapitalismus und seiner Produktionsweise selbst entspringt. „Die Krisenerscheinungen zeigen deutlich die Unfähigkeit des Kapitalismus, die Bedürfnisse und das Überleben der Menschheit zu sichern, was durch die Politik der bürgerlichen Regierungen unterstrichen wird. Die Partei der Arbeit Österreichs als marxistisch-leninistische Partei der österreichischen Arbeiterklasse hat die Aufgabe, die Situation zu analysieren, die arbeitenden Menschen über diese und die Mechanismen des kapitalistischen Wirtschafts- sowie des bürgerlichen Herrschaftssystem aufzuklären, sie für den revolutionären Klassenkampf zu mobilisieren und zu organisieren, um das System zu stürzen und die neue Gesellschaft des Sozialismus und Kommunismus zu errichten“, hielt die PdA in ihrem Beitrag zum jüngsten Internationalen Bulletin der kommunistischen und Arbeiterparteien der Welt fest. Weiter heißt es: „Der Sozialismus wird nicht immun sein gegen Infektionspandemien, aber gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg – und er wird über ein Gesundheits- und Sozialsystem verfügen, bei dem erstmals der Mensch, seine Bedürfnisse und sein Leben im Mittelpunkt stehen.“ Somit stellt dies die einzige wirkliche Lösung dar.

Quelle: Der Standard/Partei der Arbeit

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