Wien. Dass die gestiegenen Strompreise für die enegieintensiven Industriebetriebe ein unangenehmer Kostenfaktor sind, ist durchaus einleuchtend. Nachdem die Bundesregierung am kommenden Mittwoch ihre „Industriestrategie“ präsentieren will, werden im Vorfeld von der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) schon öffentlich Begehrlichkeiten angemeldet.
Wie schon zuvor die Grünen fordert die Chefin der Wirtschaftskammer (WKO), Martha Schultz, einen niedrigeren Strompreis für die Konzerne. „Ohne wettbewerbsfähige Strompreise kann es keine ernstzunehmende Industriestrategie geben“, sagte sie gestern zur „Kronen Zeitung“. Dass die WKO-Chefin ihre Forderungen öffentlich lanciert, wirkt ein wenig seltsam, da diese Regierung ohnehin nichts beschließt, das nicht von den „Sozialpartnern“ abgesegnet ist.
Frau Schultz stellt sich einen Industrie-Strompreis von 5 Cent pro Kilowattstunde für drei Jahre vor. Das würde 400 Millionen Euro kosten, die der Staat den Konzernen schenken soll. Diese Forderung läuft wieder einmal auf nichts anderes hinaus, als dass die Lohnabhängigen mit ihren Steuerleistungen wie Lohnsteuer und Mehrwertsteuer, die den Großteil der Staatseinnahmen ausmachen für Geschenke an die Konzerne aufkommen sollen. Es handelt sich also um eine weitere Umverteilung von unten nach oben. Dabei wird ihnen nichts geschenkt. Der Stromtarif für Privathaushalte begrägt derzeit inklusive Abgaben und Netzkosten zwischen 25 und 35 Cent pro Kilowattstunde, je nach Bundesland und Anbieter.





















































































