Die Erste Group Bank AG, die beim Wiener Belvedere residiert, hat sich zu einem der wichtigen Player im imperialistischen Hinterhof Österreichs in Ost- und Südosteuropa entwickelt. Neuester Coup ist eine große Übernahme in Polen.
Warschau/Wien. Die österreichische Erste Group hat mit einer milliardenschweren Übernahme ihren Marktzugang in Polen massiv optimiert. Der Bankkonzern aus Wien (Erste Bank und Sparkassen) legte sieben Milliarden Euro auf den Tisch, um einen mehrheitssichernden 40-Prozent-Anteil an der bisherigen Santander Polska sowie 50 Prozent an der Santander TFI zu kaufen. Gemessen an Vermögenswerten ist die Erste nun die neue Eigentümerin – die spanische Muttergesellschaft zieht sich gänzlich zurück.
Die Zielsetzung der Österreicher impliziert daher wenig überraschend auch ein Rebranding: Die frühere polnische Santander-Tochter wird künftig als “Erst Bank Polska” firmieren – ein Schritt, der binnen Jahresfrist umgesetzt werden soll. Die neu aufgestellte Bank wird mit einem Marktanteil von acht Prozent die Nummer 3 in Polen sein, wobei Nr. 1 (PKO Bank) und Nr. 2 (Pekao) mehrheitlich in Staatsbesitz stehen.
Der Expansionsschritt nach Polen passt in die Strategie der österreichischen Erste Group, die schon lange in Osteuropa tätig ist. Sie verfügt nach internationalen Übernahmen, Fusionen und der Gründung von Tochterunternehmen heute über namhafte Bankinstitute in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Rumänien, Serbien, Kroatien, Slowenien, Bosnien, Montenegro, Nordmazedonien und Moldau. Es handelt sich um einen der wichigsten Bankkonzerne der Region.
Quelle: ORF






















































































