Erneut haben schwere Überschwemmungen in Nepal erhebliche Zerstörungen angerichtet. Das Land kämpft noch immer mit den Folgen der verheerenden Flutkatastrophe im August, bei der Hunderte Menschen ums Leben kamen.
Kathmandu. Nach Angaben der örtlichen Behörden löste ein Erdrutsch im Dorf Tsumnubri im Distrikt Gorkha eine neue Flutkatastrophe aus. Die Erdmassen blockierten den Fluss Budhi Gandaki und führten zu schweren Überschwemmungen. Die reißenden Wassermassen rissen zahlreiche Häuser und zwei Hängebrücken mit sich. Auch ein Wasserkraftwerk wurde beschädigt.
Bislang gibt es keine Meldungen über Todesopfer. Schätzungen zufolge wurden jedoch zwischen 35 und 40 Häuser zerstört.
Wie gewaltig die Wassermassen waren, zeigt ein Video der Katastrophe: Darin ist zu sehen, wie eine reißende Flutwelle durch ein Tal schießt und innerhalb weniger Augenblicke ein ganzes Gebäude mit sich reißt.
Zahlreiche Familien mussten ihre Häuser verlassen. Viele Betroffene stehen nun vor einer ungewissen Zukunft und wissen nicht, wo sie eine sichere Unterkunft finden oder wie sie sich mit lebensnotwendigen Gütern versorgen sollen.
Unterdessen gab das Büro des Premierministers am vergangenen Montag bekannt, dass die Suche nach weiteren Opfern der verheerenden Überschwemmungen vom August eingestellt wird.
Am 26. August hatte eine verheerende Sturzflut im Lhende-Khola-Flusstal weite Teile der Region verwüstet. Ausgelöst wurde die Katastrophe durch den Einsturz gewaltiger Eis- und Gesteinsmassen eines Gletschers, die einen Fluss vorübergehend aufstauten. Als die natürliche Barriere nachgab, rissen die Wassermassen ganze Dörfer, Gebäude und Kraftwerke mit sich. Rund 1.300 Menschen kamen dabei ums Leben.
Die Gefahr solcher Katastrophen wird durch fehlende Frühwarnsysteme zusätzlich verschärft. Erschwert wird deren Ausbau durch die Kürzung von US-Entwicklungshilfen unter Präsident Donald Trump. Im Zuge der von Elon Musk geleiteten Sparmaßnahmen wurden Anfang 2025 auch Fördermittel für ein internationales Forschungsprojekt gestrichen, das unter anderem ein Frühwarnsystem für Erdrutsche in Nepal entwickeln sollte. Die Arbeiten an diesem Warnsystem mussten daraufhin eingestellt werden.
Quellen: 902.gr/Zeitung der Arbeit























































































