Am Samstag, den 10. Oktober 2026 fand die offizielle Eröffnung des neuen Politischen Zentrums Hanna Sturm in Eisenstadt statt. Aufmerksam verfolgten die Besucherinnen und Besucher die informativen Vorträge.
Eisenstadt. So stellte Mathias Schneider das Politische Zentrum und dessen Funktion vor. Wer politische Veränderung anstrebt braucht einen Ort für Zusammentreffen, Kennenlernen, Diskussionen und zu lernen. Deshalb stellt diese Eröffnung einen weiteren Meilenstein bei der Aufbauarbeit der Partei der Arbeit (PdA), Österreichs einziger marxistisch-leninistischer Partei, dar.
Auch die Jugendfront, die Nachwuchsorganisation der PdA, hat im politischen Zentrum Hanna Sturm eine politische Heimat, denn gerade die Jugend muss die Möglichkeit erhalten, sich im politischen Prozess einzubringen. Das brachte Moritz Pamminger, Leiter der Jugendfront, in seiner Rede treffend zum Ausdruck. Einerseits, indem er die kommunistischen, jungen Widerstandskämpfer wiederum ins Gedächtnis brachte, ihren mutigen Kampf inmitten von Repression und Verboten während der NS-Zeit. Allerdings blieb er dabei nicht stehen, sondern zeigte anhand der anhaltenden Aufrüstung und der damit verbundenen Debatte über die Wehrpflicht die Notwendigkeit auf, sich zu engagieren und vor allem zu solidarisieren.

Beeindruckende kommunistische Kräfte in Burgenlands Geschichte geehrt
Einen ähnlichen Weg schlug auch Otto Bruckner in seiner Rede ein, in der er an beeindruckende kommunistischen Kräfte in Burgenlands Geschichte erinnerte. Arbeiter und Arbeiterinnen, die sich gegen den Faschismus und in der Nachkriegszeit gegen die traditionell reaktionären Eigentümerstrukturen speziell im Burgenland zur Wehr setzten. Einer dieser Protagonisten und jahrzehntelang das Gesicht der Kommunisten im Burgenland war Vinzenz Böröcz, der als Landtagsabgeordneter und Landesobmann wirkte. Dessen Leben und Wirken wird sich das Vinzenz Böröcz Archiv widmen, das ebenfalls im PZ Hanna Sturm untergebracht ist, und das zu einem späteren Zeitpunkt eröffnet werden wird.

Namensgeberin Hanna Sturm als politisches Vorbild
Im Anschluss stellte Daniela Noitz das Leben und vor allem die Widerstandsarbeit der Burgenlandkroatin und Namensgeberin des PZ Hanna Sturm vor. Sie war von den Repressionen des Hitlerfaschismus wie viele andere Kommunistinnen und Kommunisten besonders betroffen, da sie sieben Jahre in KZs verbrachte, zuerst in Lichtenburg und anschließend in Ravensbrück. Ihr lebenslanger Einsatz für die arbeitende Klasse, ihre politische Arbeit und ihre Widerstandskraft zeigen, was auch unter widrigsten Bedingungen möglich ist. Der Name ist auch deshalb stimmig, weil im selben PZ auch der KZ-Verband Burgenland seinen Sitz hat. Hanna Sturm ist darüber hinaus auch ein anschauliches Beispiel für die zentrale Aufgabe, die die Bildung einnimmt. Deshalb ist eine Bibliothek im Aufbau begriffen, die als Leihbibliothek konzipiert ist und allen Interessierten den Zugang zur politischen Weiterbildung ermöglichen soll.
Umrahmt wurde der offizielle Teil der Eröffnungsveranstaltung von klassischen Arbeiterliedern, die Chris 4er Peterka nicht nur spielte, sondern auch zum Mitsingen einlud. Anschließend bestand die Möglichkeit zu zwanglosem Austausch.
Eine gelungene Eröffnung, die allerdings erst den Auftakt darstellt. Für die Zukunft sind vielerlei Veranstaltungen geplant. So soll regelmäßig mit dem „Café Sturm“ die Möglichkeit gegeben sein, das PZ kennenzulernen, sich auszutauschen, zu diskutieren und zwanglos zusammenzukommen. Diese Cafés werden einmal im Monat, jeweils am zweiten Freitag, stattfinden. Darüber hinaus ist für den 25. Oktober eine Herbstwanderung in Bad Sauerbrunn geplant und für den 20. Dezember die Kranzniederlegung am Friedhof der Soldaten der Roten Armee der Sowjetunion in Eisenstadt.
Die Termine und Veranstaltungen des PZ Hanna Sturm finden sich auf der Homepage der PdA. Gerne kann sich auch für den Newsletter angemeldet werden, um immer aktuell informiert zu sein.























































































