Dschibuti. Bei einem schweren Schiffsunglück vor der Küste Dschibutis sind nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 139 Migrantinnen und Migranten ums Leben gekommen. Weitere 84 Menschen werden noch vermisst. Mehr als 80 Personen konnten gerettet werden. Alle Passagiere stammen laut UNO aus Äthiopien.
Das überfüllte Boot befand sich auf dem Weg von Dschibuti in den Jemen. Für viele Menschen aus Äthiopien und Somalia führt diese gefährliche Route über die Meerenge Bab al-Mandab auf die Arabische Halbinsel. Ihr Ziel ist häufig Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Oman,
Erst vor wenigen Tagen berichtete die Internationale Organisation für Migration (IOM), dass innerhalb von drei Wochen mehr als 20.000 Menschen aus Äthiopien in Dschibuti angekommen waren. Armut, fehlende wirtschaftliche Perspektiven und bewaffnete Konflikte treiben zahlreiche Menschen zur Flucht. Doch selbst wer die gefährliche Überfahrt überlebt, ist im Jemen weiterhin Gewalt, Ausbeutung, Menschenhandel und willkürlichen Inhaftierungen ausgesetzt.
Die Lage der Migrantinnen und Migranten wird durch den anhaltenden Krieg im Jemen zusätzlich verschärft. Die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung unter Rashad al-Alimi steht im Konflikt mit der Ansarullah-Bewegung, die große Teile des Landes einschließlich der Hauptstadt Sanaa kontrolliert.
Besonders umkämpft ist die bereits erwähnte strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab. Sie verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und zählt zu den bedeutenden Handelsrouten zwischen Europa und Asien. Seit Beginn des israelischen Vernichtungskrieges gegen Gaza greifen die Huthis Schiffe im Roten Meer an.
Quelle: ORF























































































