Groß-Enzersdorf. Die belgische Ardo-Gruppe hat das Hilfsangebot von Bund und Land Niederösterreich zum Erhalt des Tiefkühlgemüsewerks in Groß-Enzersdorf offiziell abgelehnt. In einem Schreiben an die Bundesregierung erklärte der Konzern, dass öffentliche Unterstützung den Standort nicht langfristig profitabel machen könne. Damit dürfte die Schließung endgültig besiegelt sein. Rund 240 Beschäftigte verlieren dadurch ihre Arbeitsplätze.
Als Begründung führt Ardo die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit des Standorts an. Seit 2023 habe das Werk jährlich durchschnittlich fünf Millionen Euro Verlust gemacht. Für einen Weiterbetrieb wären laut Konzern Investitionen von 112 Millionen Euro notwendig, selbst eine Beschränkung auf die Spinatproduktion würde 66 Millionen Euro kosten. Obwohl Ardo seit der Übernahme 2008 rund 50 Millionen Euro investiert hat, soll die Produktion nun eingestellt werden.
Besonders schwer trifft die Entscheidung auch die rund 500 landwirtschaftlichen Betriebe, die bisher Gemüse für Ardo produziert haben. Ihre über Jahre aufgebauten Produktionsstrukturen stehen vor einer ungewissen Zukunft. Gespräche über eine alternative Verarbeitung in Österreich laufen zwar weiter, doch eine Beteiligung des oberösterreichischen Gemüseverarbeiters efko ist bislang offen.
Ardo will nun die Schließung vorantreiben und verspricht einen fairen Sozialplan. Für die rund 240 Beschäftigten und ihre Familien kann dieser jedoch keine sicheren Arbeitsplätze ersetzen.
Quelle: ORF























































































