Salzburg. Beim Sporthändler Hervis steht ein massiver Stellenabbau bevor. Nachdem der Lebensmittelkonzern Spar die verlustreiche Tochter im Jänner verkauft hatte, wollen die neuen Eigentümer das Filialnetz drastisch verkleinern. Von den ursprünglich mehr als 130 Standorten mit rund 1.300 Beschäftigten soll bis Ende 2027 weniger als die Hälfte übrig bleiben.
In Österreich übernahmen die neuen Eigentümer zunächst etwas mehr als 90 Filialen mit rund 900 Beschäftigten. 17 Geschäfte wurden bereits geschlossen oder stehen unmittelbar vor der Schließung. Bis Ende 2027 soll die Zahl der Standorte auf 50 bis 55 sinken. Auch in der Zentrale in Wals wurde bereits kräftig eingespart: 35 der 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten gehen. Für die Betroffenen kündigt die Geschäftsführung einen Sozialplan an.
Zwischen 2020 und 2024 häufte Hervis Verluste von knapp 160 Millionen Euro an. Das bisherige Geschäftsmodell sei „defizitär und nicht nachhaltig“ gewesen, erklärte der neue Geschäftsführer Markus Hupach. Nun sollen die Kosten gesenkt und die Verluste gestoppt werden.
Markus Hupach bezeichnete das alte Geschäftsmodell als „defizitär und nicht nachhaltig“. Die Folgen dafür müssen nun jene tragen, die den Betrieb mit ihrer täglichen Arbeit am Laufen gehalten haben.
Aus diesem Grund kündigt die Geschäftsführung eine Neuausrichtung an. Hervis soll digitaler werden, stärker auf junge Kundinnen und Kunden setzen und wieder mehr hochpreisige Marken anbieten. Für diese strategische Neuorientierung soll sehr wohl Geld eingeplant werden, wobei noch nicht bekannt ist wie hoch die Investitionen sein werden.
Quelle: Der Standard




















































































