Den österreichischen Universitäten drohen massive Einschnitte. Für die Jahre 2028 bis 2030 befürchtet die Universitätenkonferenz (uniko) eine Finanzierungslücke von rund einer Milliarde Euro. Die Folgen würden vor allem die Beschäftigten treffen.
Wien. Bis Ende Oktober muss die Bundesregierung das Budget für die öffentlichen Universitäten für die Jahre 2028 bis 2030 festlegen. Die uniko fordert dafür insgesamt 18 Milliarden Euro, um zumindest die Inflation auszugleichen. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) machte jedoch bereits deutlich, dass diese Summe angesichts des Sparkurses nicht zu erwarten sei.
Sollte das Budget stagnieren, müssten die Universitäten laut uniko bei einer jährlichen Inflation von drei Prozent rund zehn Prozent ihres Personals einsparen. „Das führt unvermeidbar zu Kündigungen“, warnte uniko-Präsidentin Brigitte Hütter.
Dabei sind die Arbeitsbedingungen an den Hochschulen schon jetzt von befristeten Verträgen, wachsendem Leistungsdruck und unsicheren Zukunftsperspektiven geprägt. Während unter dem Schlagwort „Exzellenz“ immer höhere Leistungen gefordert werden, fehlt es an ausreichender öffentlicher Finanzierung.
Die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) ruft deshalb erneut zu Protesten auf. Am Nachmittag soll auf dem Wiener Ring gegen die drohenden Kürzungen demonstriert werden.
Quelle: ORF























































































