Steiermark. In den Wäldern der Steiermark haben Borkenkäfer heuer erneut erhebliche Schäden verursacht. Besonders betroffen sind die Ost- und Südoststeiermark. Dort begünstigten extreme Wetterereignisse, Trockenheit und Hitze die Ausbreitung der Schädlinge.
Bereits im Februar hatte starke Schneelast zahlreiche Fichten im Osten der Steiermark beschädigt. In Verbindung mit einem warmen Frühjahr entstanden dadurch günstige Bedingungen für Borkenkäfer. Die Tiere befallen sowohl liegende als auch stehende Bäume.
Normalerweise können sich Fichten durch Harzbildung gegen den Befall schützen. Durch die Trockenheit des Sommers wurde diese Abwehr jedoch geschwächt. Landesforstdirektor Michael Luidold erklärte, dass Hitze und Trockenheit die bestehenden Bestände zusätzlich belastet hätten. In ost- und südoststeirischen Waldflächen sei nun sichtbar, dass Fichten Nadeln verlieren oder braun werden.
Rund 500.000 Festmeter Schadholz
In der Obersteiermark ist der Befall weniger stark ausgeprägt. Dort fiel laut Luidold rechtzeitig Regen, wodurch die Fichten weniger stark geschwächt wurden. Insgesamt spricht die Forstdirektion von einem durchschnittlichen Borkenkäferjahr mit rund 500.000 Festmetern Schadholz.
Für befallene Fichten sei nun entscheidend, dass diese möglichst rasch aus dem Wald entfernt würden. Das betroffene Holz soll bis zum Frühjahr aufgearbeitet und etwa Sägewerken oder anderer Verwendung zugeführt werden. Dadurch soll verhindert werden, dass sich im Frühjahr erneut viele Borkenkäfer auf den betroffenen Flächen entwickeln.
Mischwälder als Vorteil
Ein Vorteil in der Ost- und Südoststeiermark ist laut Forstdirektion der vergleichsweise hohe Anteil an Mischwäldern. Dadurch ist der Gesamtbestand weniger stark gefährdet als reine Fichtenbestände. Mischwälder gelten als widerstandsfähiger, weil sich Schädlinge wie der Borkenkäfer nicht in gleichem Ausmaß ausbreiten können wie in einseitig zusammengesetzten Beständen.
Hitze verzögert Käferentwicklung
Der heurige Sommer brachte laut Luidold auch eine neue Beobachtung: Bei Temperaturen ab etwa 30 Grad habe sich die Entwicklung der Borkenkäfer wieder verzögert. Da solche Temperaturen in diesem Sommer über längere Zeiträume erreicht wurden, könnte diese Erkenntnis künftig für die Einschätzung und Bekämpfung des Borkenkäferbefalls von Bedeutung sein.
Quelle: ORF





















































































