Am vergangenen Sonntag um 19.45 Uhr entgleiste ein Passagierzug des privaten Anbieters Iryo und kollidierte anschließend mit einem Passagierzug des staatlichen Anbieters RENFE nahe der Gemeinde Adamuz. Dabei kamen mindestens 39 Menschen ums Leben und mehr als 150 Menschen wurden verletzt.
Madrid/Adamuz. Der Hochgeschwindigkeitszug des Anbieters Iryo fuhr mit 300 km/h Richtung Madrid, als er nahe Adamuz entgleiste und mit dem Zug aus Madrid am gegenüberliegenden Gleis kollidierte. An Bord des Iryo-Zuges befanden sich etwa 300 Passagiere, während sich im entgegenkommenden RENFE-Zug etwa 100 Passagiere befanden. Es starben mindestens 39 Personen, während 152 verletzt und davon 75 ins Krankenhaus eingewiesen wurden, davon wiederum befinden sich zwölf Personen auf der Intensivstation.
Alle Experten, die von Medien und der spanischen Regierung befragt wurden, zeigen sich völlig ratlos, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Denn der entgleiste Iryo-Zug sei praktisch neu, die Gleise erst im Mai erneuert und der Unfall passierte auf gerader Strecke. Auch das Sicherheitssystem hätte den Unfall ohne Eingreifen der Lokführer verhindern sollen. Verkehrsminister Oscar Puente erklärt, dass die Aufklärung wohl mindestens einen Monat dauern werde.
In mehreren Berichten wird suggeriert, dass Zugunglücke ab einer gewissen Größe des Zugnetzwerks statistisch unausweichlich sind. Dort findet man nämlich die Anmerkung: “Spanien besitzt das zweitgrößte Hochgeschwindigkeitszugnetzwerk der Welt”. In China, Platz 1 mit einem über zwölf Mal so großen Hochgeschwindigkeitszugnetzwerk (ca. 50.000 km gegenüber Spaniens 4.000 km), liegt die Opferzahl aus Zugunglücken seit dem Jahr 2000 bei 188 Toten. In Spanien hingegen sind es für denselben Zeitraum 273 Tote. Es ist also naheliegend, dass es in Spanien ähnlich wie beim Zugunglück in Tempi, Griechenland, sicherheitstechnische Mängel gibt, die Unfälle begünstigen.


















































































