Linz. Am vergangenen Samstag, dem 7. Februar, rief das Bündnis “Linz gegen Rechts” wieder zur alljährigen Demo gegen den Burschenbundball auf. Der von der Armenia Czernowitz organisierte Ball dient seit Jahrzehnten als Vernetzungstreffen von Rechtsextremen sowie Eliten aus Politik und Wirtschaft aus ganz Europa.
Demgegenüber versammelten sich rund 1.500 Menschen, unter ihnen auch Mitglieder der Partei der Arbeit Österreichs (PdA) und ihrer Jugendfront, am späten Nachmittag am Linzer AEC Platz.
„Linz schaut nicht zu, wenn reaktionäre Kräfte im Kaufmännischen Verein unmenschliche Pläne schmieden. Gemeinsam haben wir deutlich gezeigt, dass Hass und Hetze in unserer Gesellschaft keinen Platz haben”, so Simon Hintenaus, Pressesprecher vom “Linz gegen Rechts” und Mitglied der Zentralen Leitung der Jugendfront, in einer Presseaussendung des Bündnis.
Nach musikalischer Einstimmung, einer missglückten Störaktion durch Mitglieder der rechten Szene, die sich Rechte Faust nennen, und einer kurzen Auftaktkundgebung setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung. Die Route führte rund um das Rathaus und durch die Linzer Innenstadt, bis zum Beginn der polizeilichen Sperrzone, die die Demonstration von den Ballgästen trennte.
Bei der dortigen Abschlusskundgebung fand Raffael Schöberl, stellvertretender Landesvorsitzender des KZ-Verbands/VdA Oberösterreich und Sprecher der PdA in Oberösterreich, der auch Mitanmelder der Demonstration war, treffende Worte zum Charakter des Burschenbundball: “Denn was sich heute hier als gesellschaftlicher Ball tarnt, ist Teil eines viel größeren Zusammenhangs. Rechte Ideologien wachsen nicht im luftleeren Raum. Sie gedeihen dort, wo soziale Unsicherheit, Konkurrenz und Abstiegsangst politisch missbraucht werden. Und sie werden gestützt von einem System, das von Ungleichheit lebt.”
Weiters setzt er die aktuelle Kriegs Politik Österreichs und der EU in Verbindung mit dem rechten Gedankengut der hochrangigen Ballgäste: “Es sind dieselben Großmachtsfantasien, dieselbe Verachtung für die arbeitenden Menschen und dieselbe Gier nach Einfluss und Kontrolle, die die Kriegstreiber des globalen Kapitalismus mit jenen Rechtsextremen, reaktionären Eliten und gut vernetzten Kreisen verbinden, die hier beim Burschenbundball ihr Tanzbein schwingen.”
Abschließend betonte Schöberl die Rolle der Arbeiterklasse, als jene, die das System wirklich am Laufen halten und es auch stürzen und den Kapitalismus überwinden können.
Alles in allem kann das Bündnis „Linz gegen Rechts“ auf eine erfolgreiche Demonstration zurückblicken, die Besucherzahlen haben sich im Vergleich zum letzten Jahr zwar deutlich reduziert, dies ist aber sicher auch der politisch weniger angespannten Situation im Land anzurechnen. „Die 1.500 friedlichen Demonstrant:innen haben heute genau das bekämpft, was diese kleinen Gruppen hier zeigen wollten: Hass, Ausgrenzung und Gewaltbereitschaft. Unser breites, zivilgesellschaftliches Bündnis lässt sich nicht einschüchtern. Wir stehen weiterhin unbeirrt für Solidarität und Antifaschismus ein“, heißt es in der Presseaussendung von Linz gegen Rechts abschließend.



















































































