In den letzten Tagen passierten gleich zwei Frauenmorde in Österreich. Damit sind es seit Jahresbeginn fünfzehn Femizide, fast schon so viele, wie im gesamten Jahr 2025, da waren es sechzehn.
In so gut wie allen Fällen handelt es sich bei den Mördern um Ehemänner, Lebensgefährten, Väter oder Bekanntschaften. So auch bei den jüngsten beiden Fällen in der Steiermark und in Niederösterreich.
Im niederösterreichischen Kottingbrunn wurde eine 27-jährige Frau von einem etwa gleichaltrigen Mann aus der Steiermark mit drei Kopfschüssen regelrecht hingerichtet worden. Die Beiden hatten sich über Facebook kennengelernt, standen in regem telefonischem Kontakt und hatten sich auch mehrmals persönlich getroffen. Der mutmaßliche Mörder (er ist geständig, dennoch gilt bis zu einer Verurteilung durch ein Gericht die Unschuldsvermutung), ein Sportschütze, hatte sich nach seinen eigenen Angaben gegenüber der Polizei von der Frau gekränkt gefühlt.
Es ist erstens wieder einmal zu hinterfragen, wozu Privatpersonen in Österreich überhaupt mit Waffen herumlaufen dürfen, und zweitens ist die Frage, was mit Männern los ist beziehungsweise in deren Erziehung schiefgelaufen ist, die glauben, eine Frau töten zu müssen, von der sie sich „gekränkt“ fühlen.
Der zweite vor kurzem bekanntgewordene Fall spielte sich in der Steiermark ab. ein 64-jähriger Mann hat seine 59-jährige Frau erschossen. Er selbst verübte danach offenbar einen Suizidversuch und ist laut Polizeiangaben derzeit nicht vernehmungsfähig.
Es gibt verschiedene Anlaufstellen, an die sich Frauen, die von Gewalt betroffen sind oder sich bedroht fühlen, wenden können. Unter Gewaltinfo gibt es Hinweise und eine Suchmaske.
Quellen: Der Standard/Gewaltinfo/Amnesty International Österreich





















































































