Linz. Die Österreichisch-Kubanische Gesellschaft (ÖKG) hielt am Freitag eine Kundgebung anlässlich der zunehmenden Aggressionen der USA gegen Kuba ab.
Seit über 60 Jahren versuchen die USA, mit wirtschaftlichem Druck und Sanktionen das sozialistische Kuba zu stürzen. Die nach wie vor aufrechte US-Blockade gegen Kuba wurde von den Vereinten Nationen bereits wiederholt verurteilt und als rechtswidrig eingestuft. Durch sie wird Kuba faktisch vom Weltmarkt abgeschlossen. Es kommt zu Stromausfällen, Engpässen bei Nahrungsmitteln und Medikamenten und vielem mehr. Die Politik der Vereinigten Staaten trifft nicht “die Eliten” oder die “Böse Kubanische Regierung”, sie trifft Familien, Kinder, Senioren.
In den vergangenen Wochen hat sich die Lage in Kuba rasch zugespitzt. Nach der Entführung Maduros und dem damit einhergehenden Wegfall Venezuelas als Handelspartner verschärfte US-Präsident Donald Trump die Repressionen durch hohe Strafzölle auf Länder, die Kuba mit Erdöl und Treibstoffen beliefern, weiter. Darüber hinaus kam es vor wenigen Tagen zum Versuch einer Infiltration durch bewaffnete Terroristen. Auch wenn dies von der kubanischen Küstenwache verhindert wurde, zeigt sich, dass konterrevolutionäre Kräfte versuchen, die aktuelle Situation auszunutzen .
Vor diesem Hintergrund rief die ÖKG Oberösterreich zu einem Zeichen der Solidarität auf: “Kuba muss Leben – frei von Blockade, frei von Erpressung, frei von Einmischung. Setzen wir gemeinsam ein Zeichen für Frieden, Souveränität und internationale Solidarität!” – Diesem Aufruf folgend versammelten sich am Freitagnachmittag über 40 Personen am Linzer Taubenmarkt. Unter den Teilnehmern waren auch Mitglieder der Partei der Arbeit (PdA) und ihrer Jugendfront.
Im Zuge der Kundgebung wurden mehrere Reden vorgetragen sowie Gespräche über die Lage Kubas und Möglichkeiten der Unterstützung aus Österreich mit Passantinnen und Passanten geführt.
Raffael Schöberl, Sprecher der PdA in Oberösterreich und Co-Vorsitzender der ÖKG Oberösterreich, übte in seiner Rede scharfe Kritik an der österreichischen Bundesregierung.
“Menschenrechte scheinen für die österreichische Bundesregierung nur dann relevant zu sein, wenn man sich im NATO- oder EU-Block profilieren kann. Wenn es um unterdrückte Völker geht, die nicht ins geopolitische Konzept passen, herrscht Schweigen. Österreichs Neutralität wird zur leeren Floskel degradiert, während Aufrüstung und Militarisierung aktiv mitgetragen werden.”
Weiter betont er die Notwendigkeit eines klaren Bruchs mit der gegenwärtigen Politik und dem kapitalistischen System: “Weg mit einer Außenministerin, die sich dem Aufrüstungs- und Militarisierungskurs des Westens mehr verpflichtet fühlt als der österreichischen Neutralität und dem Frieden. Her mit einem Österreich, das Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung der Völker verteidigt.“ Ein solches Österreich, so Schöberl weiter, könne nur ein sozialistisches Österreich sein.
Simon Hintenaus, Mitglied der Zentralen Leitung der Jugendfront, knüpfte in seinem Redebeitrag an diesen Gedanken an. Er rief nicht nur zur gelebten internationalen Solidarität in der Unterstützung Kubas auf, sondern forderte die Anwesenden auch dazu auf, sich ein Beispiel an der kubanischen Revolution zu nehmen:
“Kuba zeigt uns, dass der Kapitalismus nicht das Ende der Geschichte ist. Zeigen wir Kuba, dass es nicht alleine ist! Zeigen wir der kubanischen Bevölkerung, dass auch die österreichische Arbeiterklasse dem Imperialismus trotzt, dass auch wir bereit sind, den überreifen Kapitalismus abzuwerfen. Kämpfen wir gemeinsam für den Erhalt des sozialistischen Kuba und für den Aufbau des Sozialismus in Österreich.”
Um 17.00 Uhr versammelten sich die Anwesenden zu einem gemeinsamen Protestfoto, bevor es zu den finalen Redebeiträgen kam. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten ihren Abend im Anschluss beim Kuba-Stammtisch der ÖKG ausklingen lassen.
Mit dieser Kundgebung wurde in Linz ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit Kuba gesetzt, doch die Solidarität darf hier nicht enden. Vielfältige Möglichkeiten bieten sich an, angefangen bei der Teilnahme an der kommenden Veranstaltung der PdA “Der Botschafter der Republik Kuba zur aktuellen Lage in Kuba”, bis hin zur Teilnahme an den diesjährigen europäischen Solidaritätsbrigaden “Jose Marti”.
Quelle: oekg.ooe auf Instagram




















































































