Das Kubanische Institut für Völkerfreundschaft (ICAP) hat zum wiederholten Mal zu einem der wichtigsten internationalen Solidaritätsprojekte mit dem sozialistischen Kuba aufgerufen: der 53. Europäischen Brigade der Freiwilligen Arbeit und der Solidarität mit Kuba „José Martí“, die vom 2. bis 16. August 2026, stattfinden wird. Der Aufruf richtet sich an alle Freundinnen und Freunde Kubas in Europa – insbesondere an die organisierte Jugend, an Kommunistinnen und Kommunisten sowie an antiimperialistische Kräfte.
Die diesjährige Brigade steht im Zeichen des 100. Geburtstags von Fidel Castro Ruz, dem historischen Führer der Kubanischen Revolution. Fidel ist bis heute ein weltweites Symbol des antiimperialistischen Widerstands, der internationalen Solidarität und der unbeugsamen Verteidigung der Interessen der Arbeiterklasse gegen Imperialismus, Ausbeutung und Blockadepolitik.
Internationale Solidarität unter verschärften Bedingungen
Wie das ICAP in seinem Aufruf betont, verbindet das Brigadeprogramm praktische, freiwillige Arbeitseinsätze mit politischer Bildung, Begegnungen und direktem Austausch. Die Brigadistinnen und Brigadisten erhalten Einblicke in das gesellschaftliche Projekt Kubas, in die Aktualität von Fidels Denken sowie in die Herausforderungen, vor denen das Land heute steht. Dazu zählen insbesondere die seit über 60 Jahren andauernde Wirtschafts‑, Handels- und Finanzblockade der USA, die in den vergangenen Jahren – nicht zuletzt unter der erneuten Präsidentschaft Donald Trumps – weiter verschärft wurde.
Das Programm umfasst Aufenthalte in den Provinzen Artemisa, Havanna, Villa Clara und Cienfuegos, Besuche historisch, sozial und ökonomisch bedeutender Orte sowie Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern politischer und gesellschaftlicher Organisationen. Der Großteil der Unterbringung erfolgt im traditionsreichen Campamento Julio Antonio Mella (CIJAM) – einem zentralen Ort der internationalen Solidaritätsbewegung.
Jugendfront beteiligte sich im vergangenen Jahr an der 52. Brigade
Dass diese Solidarität keine abstrakte Losung ist, sondern gelebte Praxis, hat die Jugendfront der Partei der Arbeit Österreichs im vergangenen Jahr eindrucksvoll bewiesen. An der 52. Europäischen Solidaritätsbrigade „José Martí“ beteiligte sich 2025 eine sechs Personen starke Delegation der Jugendfront. Gemeinsam mit rund 50 jungen Menschen aus zahlreichen europäischen Ländern setzten sie ein klares Zeichen der Unterstützung für das sozialistische Kuba.
Die 52. Brigade stand im Zeichen des 65. Jahrestags der Gründung des ICAP, einer Organisation, die seit 1960 eine tragende Säule der internationalen Solidaritätsarbeit Kubas bildet. In einer Zeit massiver imperialistischer Angriffe leistet das ICAP bis heute unverzichtbare Arbeit, um die Realität der kubanischen Revolution sichtbar zu machen und internationale Verbundenheit zu organisieren.











Arbeit, Bildung und proletarischer Internationalismus
Die Erfahrungen der österreichischen Brigadistinnen und Brigadisten zeigen, was diese Brigaden ausmacht: konkrete Arbeitseinsätze, insbesondere in der Landwirtschaft, die nicht nur symbolischen Charakter haben, sondern real zur Entlastung der Arbeiterinnen und Arbeiter beitragen. Zugleich werden diese Einsätze politisch eingeordnet – als Teil des kollektiven Widerstands gegen Blockade und wirtschaftliche Erpressung.
Ergänzt wurden die Arbeitseinsätze durch ein umfangreiches politisches Bildungsprogramm. In Gesprächen mit der Zentralgewerkschaft Kubas (CTC), der Föderation kubanischer Frauen (FMC) und der Vereinigung junger Kommunistinnen und Kommunisten (UJC) erhielten die Teilnehmenden tiefe Einblicke in die gesellschaftliche Organisation Kubas und in die Errungenschaften der Revolution: Gleichstellung, soziale Sicherheit, kostenfreier Zugang zu Bildung und Gesundheit sowie die bewusste Führung der gesellschaftlichen Entwicklung durch die organisierte Arbeiterklasse.
Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für gelebten Internationalismus war das Treffen mit palästinensischen Medizinstudierenden, die in Kuba ausgebildet werden, um nach ihrem Abschluss in ihre von Besatzung, Krieg und Völkermord gezeichnete Heimat zurückzukehren.
Lernen, kritisieren, solidarisch handeln
Neben offiziellen Programmpunkten bot die Brigade Raum für kulturellen Austausch, internationale Vernetzung und offene Diskussion. Die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 26. Juli, dem Jahrestag des Sturms auf die Moncada-Kaserne, sowie der Empfang durch Vertreterinnen und Vertreter der Kommunistischen Partei Kubas und Präsident Miguel Díaz-Canel unterstrichen die politische Bedeutung der Brigaden.
Bemerkenswert ist dabei auch die selbstkritische Haltung: In gemeinsamen Auswertungen konnten Verbesserungsvorschläge offen eingebracht werden, die von der ICAP-Leitung ernst genommen wurden – ein Ausdruck der lebendigen, lernfähigen revolutionären Praxis.
Aufruf zur Teilnahme 2026
Vor diesem Hintergrund teilen wir den ICAP-Aufruf zur 53. Europäischen Brigade 2026. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen: Internationale Solidarität ist keine Einbahnstraße, sondern ein politischer Lernprozess, der stärkt, verbindet und Perspektiven eröffnet.
Gerade angesichts imperialistischer Eskalationen, globaler Krisen und wachsender sozialer Ungleichheit bleibt es Aufgabe praktische Solidarität zu organisieren, die Blockade Kubas zu bekämpfen und von den Errungenschaften des Sozialismus zu lernen.
Hier geht es zum ICAP Aufruf für 2026.




















































































