Mit der angekündigten massiven Aufrüstung der bodengebundenen Luft- und Drohnenabwehr setzt die österreichische Bundesregierung ihren Kurs auf Militarisierung konsequent fort.
Salzburg. Im Rahmen des militärischen Aufbauplans 2032+ soll die Drohnenabwehr in Österreich stark ausgebaut werden. Das gab Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) am Freitag bekannt. In der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim, direkt am Stadtrand Salzburgs, sollen Luftabwehrsysteme stationiert werden, die neben der Fliegerabwehr auch Drohnen aller Größenkategorien abwehren können.
Der erste Schritt soll die Verlängerung der Nutzungsdauer der 35-Miillimeter-Fliiegerabwehrkanonen sein. Die vorhandenen Systeme sollen zu einem der modernsten kanonenbasierten Luftabwehrsystemen weltweit entwickelt werden. Danach soll das System „Skyranger“ mit insgesamt 36 Gefechtsfahrzeugen angeschafft werden. „Skyranger“ verfügt über Munition mit einer Reichweite von zweieinhalb Kilometern sowie über die Fliegerabwehrlenkwaffe Mistral3 mit einer Reichweite von sechs Kiilometern.
Zusätzlich sollen Kurz- und Mittelstreckensysteme mit Reichweiten bis zu 50 Kilometern stationiert werden, um den Standort in die Militärinitiative „Sky Shield“ zu integrieren. „Sky Shield“ ist ein von Deutschland initiiertes Projekt, an dem sich überwiegend NATO-Staaten beteiligen. Es umfasst vor allem den Ankauf und die Stationierung von Raketensystemen und in weiterer Folge eine multinationale Koordination des möglichen Einsatzes dieser Systeme.
Tanner spricht von einem notwendigen Ausbau „von der Luftraumüberwachung zur Luftverteidigung“. Tatsächlich bedeutet der militärische Aufbauplan 2032+ neben noch mehr Geld für Aufrüstung auch eine noch stärkere Einbindung Österreichs in die Militärstrukturen von EU und NATO.
Durch eben diese Integration Österreichs in die transnationale militärische Architektur von Sky Shield wird Österreich stärker in innerimperialistische Konflikte hineingezogen und die Kriegsgefahr steigt für die österreichische Bevölkerung. Mit den 2,5 Milliarden Euro, die für die Aufrüstung am Standort Salzburg ausgegeben werden sollen, wird außerdem die verfassungsmäßige Neutralität weiter ausgehöhlt.
Quelle: ORF




















































































