Die Bombardierung der venezolanischen Hauptstadt Caracas und anderer Orte sowie die Entführung des Präsidenten Nicolás Maduro durch Spezialkräfte der US-Armee haben in großen Teilen der Welt Bestürzung ausgelöst. Ausdrücklich begrüßt wurde dieser eklantante Völkerrechtsbruch durch die Ukraine, Israel und Argentinien. Die Partei der Arbeit sieht den Überfall als „kriegstreiberische Eskalationspolitik des US-Imperialismus“.
Die Partei der Arbeit (PdA) und die Jugendfront haben in einer gemeinsamen Stellungnahme den US-Angriff auf Venezuela verurteilt: „Diese Aggressionen stellen eine schwere Verletzung des Völkerrechts, des Selbstbestimmungsrechts der Völker und der nationalen Souveränität Venezuelas dar. Sie sind Ausdruck der kriegstreiberischen Eskalationspolitik des US-Imperialismus, der die großen Energiereserven des Landes für sich beanspruchen und seine Hegemonie in Lateinamerika gegenüber anderen imperialistischen Räubern sichern will“. Nur das venezolanische Volk habe das Recht über seine Zukunft zu entscheiden.
„Unsere Solidarität gilt dem venezolanischen Volk sowie insbesondere unseren Genossinnen und Genossen von der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV), die die venezolanische Arbeiterklasse und die unteren Volksschichten im Kampf gegen imperialistische Interventionen und den Kapitalismus organisiert!“ heißt es in der Stellungnahme abschließend.
Lateinamerika: Rechte Führer jubeln während die Proteste stärker werden
In vielen Ländern Lateinamerikas sind Proteste gegen die USA ausgebrochen. Vor der US-Botschaft in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota fanden spontane Proteste statt, „Gringos raus aus Kolumbien und Lateinamerika“ war eine der Losungen.
„Wir fordern Respekt für das Recht auf Selbstbestimmung der Völker, dass es keine ausländische Einmischung auf unserem Kontinent gibt (…) Die Yankees wollen kein befreites Volk. sie wollen verdammtes Öl mit nach Hause nehmen“, sagte Eduardo Meneses, einer der Organisatoren eines Sitzstreiks nahe der US-Botschaft in der ecuardorianischen Hauptstadt Qito. Mit Parolen „Noboa raus, raus“ lehnten die Demonstranten die Erklärung von Präsident Daniel Noboa ab, nachdem dieser seine Unterstützung für militärische Maßnahmen gegen Venezuela bekundet hatte.
In Argentinien feierten Präsident Javier Milei und sein Außenminister Pablo Quirno sowie Senatorin Patricia Bullrich, Vorsitzende der regierenden La Libertad Avanza-Bank im Senat, mit öffentlichen Erklärungen die Bombardierung Venezuelas und die Entführung des legitimen Präsidenten Nicolás Maduro. Abgeordnete mehrerer Oppositionsparteien hingegen verurteilten das Vorgehen der USA und die Entführung Maduros scharf.
Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro verurteilt die Aktion Washingtons als „Aggression gegen die Souveränität“ Lateinamerikas und warnt vor einer drohenden humanitären Krise, woraufhin ihm Trump live in seiner Pressekonferenz drohte, er müsse „aufpassen“. Ebenso stieß Trump Drohungen gegen Kuba und Mexiko aus.
Netanjahu und Selenskyj beglückwünschen Trump
Verurteilt wurde das US-Schurkenstück unter anderem von der Afrikanischen Union, China, Russland, dem Iran, Palästina und Frankreich. Erwartungsgemäß haben die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, Deutschlands Kanzler Merz und der österreichische Regierungschef Christian Stocker keine eindeutige Verurteilung des US-Putsches zustandegebracht, sie katzbuckeln lieber weiter vor den USA.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu reagierte enthusiastisch:„Herzlichen Glückwunsch, Präsident Donald Trump, für Ihre mutige und historische Führungsrolle im Namen von Freiheit und Gerechtigkeit“. Bei Donald Trump einzuschleimen versuchte sich auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenkskyj und brachte dabei seinen Wunsch zum Ausdruck, dass auch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin so verfahren werde wie mit Maduro.
Der UN-Sicherheitsrat wird sich am Montag mit dem US-Überfall befassen. UN-Generalsekretär Antonio Guterres sieht in dem Vorgehen der USA einen „gefährlichen Präzedenzfall“. Guterres sei zutiefst besorgt, dass die Regeln des Völkerrechts nicht beachtet worden seien, sagte sein Sprecher Stephane Dujarric. eine Verurteilung durch den Sicherheitsrat ist dennoch praktisch ausgeschlossen, da die USA ein Vetorecht besitzen.
Vizepräsidentin Delcy Rodriguez übernimmt Regierungsgeschäfte
Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez hat die sofortige Freilassung von Staatschef Nicolás Maduro und seiner Ehefrau verlangt. Rodríguez sprach auf einer Sitzung des Verteidigungsrates des südamerikanischen Landes, die live im Fernsehen übertragen wurde. Rodríguez sprach von einer Entführung Maduros und rief ihre Landsleute Einheit auf, um das Land zu verteidigen. „Wir werden nie wieder Sklaven sein“, sagte sie und bezeichnete den Angriff einen Verstoß gegen die UN-Charta. Nach der Verfassung müsste sie bei einem Ausfall des Staatschefs bis zu Neuwahlen die Regierungsgeschäfte übernehmen.
„Wir haben gerade ein Gespräch mit ihr geführt, und sie ist im Grunde bereit, das zu tun, was wir für notwendig halten, um Venezuela wieder groß zu machen, ganz einfach“, sagte Trump bei einer Pressekonferenz. „Ich finde, sie war sehr zuvorkommend, aber sie hat wirklich keine andere Wahl.“ Von Rodríguez gab es zu dieser Äußerung Trumps zunächst keine Stellungnahme.
Quellen: Prensa Latina/Prensa Latina/Prensa Latina/ORF/MSN



















































































