Am Sonntag nahm die Partei der Arbeit Österreichs (PdA) gemeinsam mit der Jugendfront und dem KZ-Verband/VdA Oberösterreich an der Internationalen Gedenk- und Befreiungsfeier in Mauthausen teil.
Der Tag begann mit einer gemeinsamen Kundgebung des KZ-Verbandes/Verbandes der AntifaschistInnen Oberösterreich und der PdA an der Klagemauer. Dort hielt der stellvertretende Parteivorsitzende Lukas Haslwanter eine Rede vor der Gedenktafel für die 42 Widerstandskämpfer, die Ende April 1945 im KZ Mauthausen in der letzten Vergasungsaktion ermordet wurden. Er betonte: „Diese 42 Widerstandskämpfer stehen stellvertretend für den heldenhaften und opferreichen Kampf, den Millionen gegen die brutalste Form des Kapitalismus – gegen den Faschismus – geführt haben.“ In seiner Rede warnte er außerdem vor der aktuell grassierenden Geschichtsfälschung, die den kommunistischen Widerstand verleumden oder unsichtbar machen wolle: „Wir lassen es nicht zu, dass die Hingerichteten mit ihren Henkern gleichgesetzt werden, wie es die EU in verschiedenen Resolutionen, die die Gleichsetzung von Faschismus und Kommunismus bezwecken, immer wieder versucht.“
Haslwanter schloss mit den Worten: „Wir ehren das Andenken an diese Helden aus den Reihen der österreichischen Arbeiterklasse und des österreichischen Volkes, die sich mutig der faschistischen Barbarei und der Fremdherrschaft entgegenstellten.
Wir ehren ihr Andenken, indem wir uns auch heute unter der roten Fahne sammeln, uns organisieren, ihre Geschichte und ihre Erfahrungen studieren und daraus unsere Lehren für die Fortsetzung des Kampfes gegen den Kapitalismus ziehen.“
Harald Grünn, Vorsitzender des oberösterreichischen Landesverbandes der AntifaschistInnen, WiderstandskämpferInnen und Opfer des Faschismus (KZ-Verband/VdA OÖ), sprach ebenfalls vor der 42er-Tafel. Er betonte die Rolle des Widerstandes für die Befreiung und sprach über die Welser Gruppe. 33 der am 28. April 1945 auf direkten Befehl in der Gaskammer Ermordeten waren Mitglieder der Welser Gruppe – Kommunisten, die im Widerstand aktiv waren.
Im Zeichen des Internationalismus
Im Anschluss wurde im Rahmen einer Gedenkkundgebung auf Einladung von Vertretern der Republik Kuba der im KZ Mauthausen ermordeten Kubaner gedacht.
Danach folgte eine Kranzniederlegung vor dem Denkmal für Dmitri Karbyschew, das vor den Toren Mauthausens steht. Er war Generalleutnant der Roten Armee, wurde im KZ Mauthausen inhaftiert und wegen seiner Weigerung, mit den Nazis zu kollaborieren, zu Tode gefoltert.
Ein weiteres Gedenken fand vor dem Denkmal der republikanischen Spanier statt – im Gedenken an die etwa 7.000 republikanischen Spanier, die gegen den Faschismus kämpften und während des Zweiten Weltkriegs ins KZ Mauthausen deportiert wurden.
Mit internationalen Gästen der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) wurde außerdem das griechische Denkmal im Denkmalpark besucht, wo Nelken niedergelegt wurden. Gemeinsam mit den Gästen der Front der Kommunistischen Jugend (FGC, Italien) besuchten die Partei der Arbeit Österreichs und die Jugendfront das italienische Denkmal. Mit den Gästen der Kommunistischen Partei (KP, Deutschland) wurde das Denkmal der Deutschen Demokratischen Republik besucht. An beiden Orten fanden kurze Gedenken statt.
Gedenken der Jugend
Die Teilnahme am Gedenkzug der Jugend und der Opferverbände bildete schließlich einen würdevollen Höhepunkt. Im Gedenken an die Opfer des KZ Mauthausen marschierte die Delegation, angeführt vom KZ-Verband/VdA Oberösterreich und den Freiheitskämpfern Oberösterreich, über den ehemaligen Appellplatz und legte beim Kenotaph einen Kranz nieder.
Anschließend gedachte die Jugendfront an der Klagemauer gemeinsam mit anderen österreichischen Jugendverbänden der ermordeten Mitglieder des Kommunistischen Jugendverbandes Österreichs und der Sozialistischen Arbeiterjugend. Dort sprach Alexander Wögerbauer für die Jugendfront. Er sprach über die Rolle des KJVÖ im Widerstand und über die Aufgaben der Jugend heute. Er hielt fest: „Für uns als Kommunistinnen und Kommunisten, als Arbeiterinnen und Arbeiter erschließt sich somit, dass konsequenter Antifaschismus immer auf Antiimperialismus und Antikapitalismus beruhen muss. Nur die Überwindung des Kapitalismus und der Sieg des Sozialismus werden die Gefahr des Faschismus für immer bannen können.“
Zum Abschluss veranstaltete die Jugendfront gemeinsam mit der Kommunistischen Jugend Österreichs ein Gedenken vor dem Sowjetdenkmal. Der Vorsitzende der Jugendfront, Moritz Pamminger, betonte in seiner Rede, dass die Sowjetunion den größten Anteil daran trug, „dass Deutschland am 8. Mai 1945 bedingungslos kapitulierte, dass der industriell organisierte Massenmord und die faschistische Barbarei beendet wurden.“ Außerdem verwies er darauf, dass heute auch in Österreich eine massive Aufrüstung geplant sei und es zahlreiche Verstrickungen österreichischer Kapitalisten mit dem Apartheidregime Israel und anderen imperialistischen Kriegen gebe. Seine Schlussfolgerung lautete: „Der Kampf gegen Faschismus und Krieg muss daher ein Kampf gegen das Kapital, gegen die Banken und Konzerne sein. Es waren Krupp, IG Farben, Thyssen, Flick, Bosch und die Deutsche Bank, die Hitler zur Macht verhalfen und seinen Vernichtungs- und Raubkrieg finanzierten. Und auch heute sind es Konzerne und Banken, die ihre Profite vergrößern und neue Märkte erschließen müssen, um der Konkurrenz nicht zu erliegen.“





























































































