Wien. Im Politischen Zentrum Jura Soyfer in Wien fand am Samstag eine gut besuchte Veranstaltung zur aktuellen Situation in Kuba statt. Zu Gast war der Botschafter der Republik Kuba in Österreich, Pablo Berti Oliva, der über die zunehmenden Auswirkungen der US-Blockade auf das sozialistische Land berichtete. Organisiert wurde der Abend von der Partei der Arbeit Österreichs.
Die einleitenden Worte hielt der Vorsitzende der Partei der Arbeit Österreichs, Tibor Zenker. In seiner Begrüßung betonte er die Bedeutung der internationalen Solidarität mit Kuba. Seit über sechs Jahrzehnten versuche der US-Imperialismus mit einer umfassenden Wirtschafts‑, Handels- und Finanzblockade, die kubanische Revolution zu strangulieren und das Land wirtschaftlich zu isolieren. Gerade in der gegenwärtigen Situation sei es daher umso wichtiger, den Kampf des kubanischen Volkes gegen diese Aggression zu unterstützen und die Solidaritätsarbeit in Österreich weiter auszubauen.

Im anschließenden Beitrag schilderte Botschafter Pablo Berti Oliva die aktuelle Lage auf der Insel. Im Zentrum seiner Ausführungen standen die immer weiter verschärften Blockademaßnahmen der USA, die sich in den letzten Jahren nochmals deutlich intensiviert haben. Diese Politik treffe Kuba in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Besonders schwer wiege derzeit die Situation in der Energieversorgung: Durch blockierte Lieferungen von Öl und Gas sowie durch die Behinderung internationaler Handelsbeziehungen kommt es zu massiven Engpässen, die zu wiederkehrenden Stromausfällen im ganzen Land führen. Auch wichtige Bereiche der kritischen Infrastruktur stehen dadurch unter großem Druck.
Der Botschafter machte deutlich, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Kubas nicht isoliert betrachtet werden können, sondern in direktem Zusammenhang mit der Blockadepolitik der Vereinigten Staaten stehen. Diese Maßnahmen erschweren nicht nur den Zugang zu Energie und Rohstoffen, sondern behindern auch Finanztransaktionen, Handel und Investitionen. Damit wird gezielt versucht, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu bremsen und den Alltag der Bevölkerung zu erschweren.
Gleichzeitig unterstrich Berti Oliva den festen Willen des kubanischen Volkes, die Errungenschaften der Revolution zu verteidigen. Trotz der großen Herausforderungen halte die Bevölkerung an den sozialen Errungenschaften des sozialistischen Systems fest. Zugleich sei internationale Solidarität von großer Bedeutung, um die Auswirkungen der Blockade zu mildern und konkrete Unterstützung zu ermöglichen.

Im Anschluss berichtete Hermann Pernerstorfer von der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft (ÖKG) über aktuelle Solidaritätsprojekte. Die ÖKG organisiert regelmäßig Hilfsaktionen und Initiativen, um Kuba in verschiedenen Bereichen zu unterstützen – von medizinischer Hilfe bis hin zu praktischen Solidaritätskampagnen. Auch an diesem Abend wurde zu Spenden aufgerufen, um konkrete Unterstützung für Projekte in Kuba zu leisten.
Ein besonderer Teil der Veranstaltung war die ausführliche Fragerunde mit dem Botschafter. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, um mehr über die aktuelle Situation auf der Insel, über politische Entwicklungen und über Möglichkeiten praktischer Solidarität zu erfahren. Die Antworten machten erneut deutlich, wie angespannt die wirtschaftliche Lage derzeit ist und wie stark die Auswirkungen der Blockade den Alltag der Menschen prägen. Der Abend im PZ Jura Soyfer zeigte zugleich, dass das Interesse an Kuba und die Solidarität mit der sozialistischen Insel weiterhin lebendig sind. Angesichts der verschärften imperialistischen Aggression bleibt es eine wichtige Aufgabe internationaler Solidaritätsbewegungen, die Aufhebung der Blockade zu fordern und konkrete Unterstützung für das kubanische Volk zu organisieren.


















































































