HomeInternationalesUnruhen und Proteste in Haiti

Unruhen und Proteste in Haiti

Port-au-Prince. Im Krisen gebeutelten Karibikstaat Haiti kommt es nach der Regierungsankündigung, die Spritpreise anzuheben, zu Protesten. Diese sind eine Fortsetzung von monatelangen Unruhen, von gewaltsamen Protesten. Der haitianische Premierminister Ariel Henry hatte letzte Woche angekündigt, die Treibstoffpreise schmerzhaft zu erhöhen. 

Das Ministerium für Kultur und Kommunikation kündigte in einem Tweet an, dass eine Gallone Benzin (4,5 Liter) um 128 Prozent auf 570,00 Gourdes pro Gallone (4,80 Euro), Diesel um 90 Prozent auf 670.00 Gourdes (5,70 Euro) und Kerosin um 94 Prozent auf 685.00 Gourdes (5,80 Euro) steigen soll. Diese Ankündigung hat die Wut des Volkes, das ohnehin bereits mit steigenden Lebenshaltungskosten und politischer Instabilität zu kämpfen hat, weiter angetrieben. Es herrscht eine ökonomische und politische Krise, die sich seit der Ermordung des ehemaligen Präsidenten Jovenel Moïse im Juli 2021 und durch die globale kapitalistische Krise weiter verschärfen.

Überall in Haiti wurden Straßen und Verkehrsadern mit Barrikaden aus brennenden Reifen, großen Steinen, Fahrzeugwracks, Baumstämmen und anderen Trümmern blockiert. Tausende von Haitianerinnen und Haitianer gingen auf die Straße, um gegen die neuerlichen volksfeindlichen Maßnahmen der Regierung zu protestieren und den Rücktritt des geschäftsführenden Regierungschefs Haitis Henry zu fordern. Die Proteste sind Ausdruck der Wut, die den düsteren Zustand der Lebensbedingungen in Haiti unterstreicht. Während die Inflation auf ein Rekordhoch von über 30 Prozent anstieg, wurden Tausende von Menschen durch Bandenkriminalität vertrieben und die Ernährungsunsicherheit nahm zu, sodass 40 Prozent der Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind.

Im Großraum Port-au-Prince wurden mehrere Tote und Verletzte durch Schusswaffen registriert.

Quelle: Foreign Policy/Amerlika 21

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