Israel setzt trotz verlängerter Waffenruhe seine Angriffe im Libanon fort. Die IDF ruft eine sogenannte Gelbe Linie aus, ein 10 km breiter Streifen im Südlibanon, der vom israelischem Militär dauerhaft besetzt bleiben soll.
Letzten Donnerstag kündigte US-Präsident Donald Trump eine dreiwöchige Verlängerung der Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel an. Trotz dessen führt Israel seine Angriffe auf den Libanon fort. Am Freitag wurden sechs Hisbollah-Kämpfer in der Nähe von Bint Jbeil im Südlibanon getötet. Zwei Menschen wurden in einem Luftschlag in der Nähe von Touline getötet. Am Samstag tötete Israel mindestens vier Menschen in der Stadt Yohmor al-Shaqif. Dazu kommen Berichte von Bombardierungen und Sprengungen von Wohnhäusern in mehreren libanesischen Städten. „Die Waffenruhe ist bedeutungslos“ – äußert sich die Hisbollah zu dem Deal, der zwischen Israel und der libanesischen Regierung geschlossen wurde, ohne die Hisbollah einzubeziehen. Insgesamt liegt die Opferzahl im Libanon bei 2.496 getöteten und 7.719 verletzten seit dem 2. März.
Es ist ein Muster, das Israel immer wiederholt. Wie auch schon im genozidalen Krieg in Gaza, werden unter internationalem Druck immer wieder Waffenstillstandsverhandlungen begonnen und Waffenruhen vereinbart, nur um Stunden später die Angriffe unverändert fortzusetzen. Auch in Gaza gilt offiziell noch eine Waffenruhe, doch auch hier wurden seit dem Abschluss im Oktober letzten Jahres über 700 Menschen ermordet.
Besatzung mittels „Gelber Linie“ nun auch im Libanon
Vergangene Woche rief das israelische Militär eine „gelbe Linie“ im Südlibanon aus – ein 10 Kilometer breiter Streifen auf libanesischem Gebiet an der südlichen Grenze zu Israel. Dieser Bereich, von Israel eine „verstärkte Sicherheitszone“ genannt, bleibt von Israelischen Kräften besetzt. Er umfasst 55 libanesische Städte und Dörfer, in die die vertriebenen Libanesinnen und Libanesen nicht zurückkehren dürfen. Das Vorgehen erinnert stark an die gelbe Linie, die Israel im Gazastreifen errichtete. Soldaten eröffneten immer wieder das Feuer auf Menschen, die sich der Linie näherten und zerstörten hunderte Wohngebäude in diesem Bereich. Sie gilt als Vorstufe zur dauerhaften Besetzung oder Annexion der Gebiete.
Quelle: Aljazeera/Aljazeera/Aljazeera




















































































