Immer mehr Haushalte in Oberösterreich spüren die Folgen der kapitalistischen Krise sowie der arbeiter- und volksfeindlichen Politik der Bundesregierung. Das macht sich auch an den Schuldnerberatungen bemerkbar.
Linz. Im vergangenen Jahr wandten sich in Oberösterreich knapp 4.000 neue Betroffene an die Schuldnerberatung. Zunehmend betroffen sind dabei auch Menschen mit eigentlich gesichertem Einkommen, die durch äußere Umstände in finanzielle Probleme geraten.
Das Profil der Betroffenen verändert sich. Immer öfter hängen finanzielle Probleme etwa mit dem Verlust des Arbeitsplatzes zusammen. „Es geht immer häufiger um Menschen, die unverschuldet in Schwierigkeiten geraten“, sagt Thomas Berghuber von der Schuldnerberatung Oberösterreich. Rund ein Drittel der Ratsuchenden sei inzwischen aufgrund solcher Entwicklungen verschuldet. Der Anteil jener, die durch überhöhten Konsum oder mangelhafte Finanzplanung in Schwierigkeiten geraten, geht zurück. Allerdings zeigen die Zahlen laut Berghuber Entwicklungen oft zeitverzögert: „Wer heute arbeitslos wird, sucht häufig erst im nächsten Jahr Unterstützung.“
Diese Beobachtungen machen deutlich, dass nicht individuelles Fehlverhalten, sondern das kapitalistische System selbst Menschen in die Schuldenfalle treibt. Die Schuldnerberatungen müssen außerdem die Folgen einer Politik auffangen, die die Kosten der kapitalistischen Krise auf die Bevölkerung abwälzt.
Viele der Betroffenen verfügen über ein vergleichsweise niedriges Einkommen. Der Großteil der Menschen, die eine Schuldnerberatung in Anspruch nehmen, verdient weniger als 2.500 Euro im Monat. Etwa ein Drittel schuldet weniger als 20.000 Euro.
Quelle: ORF



















































































