Israels greift libanesische Wohngebiete völkerrrechtswidrig mit der Brandmunition weißer Phosphor an. Zudem führen israelische Angriffe und Evakuierungsbefehle zu Massenflucht und Vertreibung im Land.
Der Krieg Israels gegen den Libanon und die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz wird fortgesetzt. Darunter leidet vor allem die libanesische Zivilbevölkerung im Süden des Landes.
Doch dabei beschränkt sich Israel keineswegs auf militärische Ziele. Human Rights Watch berichtet vom Einsatz von weißem Phosphor bei einem israelischen Angriff auf ein Wohngebiet im Südlibanon am 3. März. Weißer Phosphor entzündet sich beim Kontakt mit Sauerstoff und kann schwere Verbrennungen und Zerstörungen verursachen. Im Dorf Yohmor wurde die Brennmunition über einer Gruppe von Zivilistinnen und Zivilisten eingesetzt, es kam zu Häuserbränden und anderen Schäden. Schon zwischen Oktober 2023 und Mai 2024 wurde der weitverbreitete Einsatz dieser Munition im Südlibanon dokumentiert. Der Einsatz von weißem Phosphor in zivilen Gebieten ist völkerrechtswidrig.
Letzte Woche wurden von der israelischen Armee zudem weiträumige Zwangsevakuierungsbefehle für den Süden des Landes ausgegeben, alle Zivilistinnen und Zivilisten südlich des Litani-Flusses sollten nach Norden fliehen. Dies führte dazu, dass aktuell über 500.000 Menschen im Libanon vertrieben oder auf der Flucht sind. Am Montag wurden weiterhin Wohngebiete in den Vororten Beiruts Opfer von israelischen Luftschlägen. Insgesamt wurden bisher mindestens 394 Menschen im Libanon durch israelische Angriffe getötet und über 1000 verletzt.
Quellen: Human Rights Watch/Aljazeera/Aljazeera/Deutschlandfunk



















































































