Am Tag der internationalen Solidarität (21.03.) mit Kuba kam es auch in Wien zu einer solidarischen Demonstration. Die Partei der Arbeit Österreichs (PdA), die offizielle Schwesterpartei der Kommunistischen Partei Kubas (PCC), und ihre Jugendfront waren selbstverständlich vor Ort.
Wien. Während die USA ihre Drohungen sowie die völkerrechtswidrige Blockade gegen Kuba intensivieren und Donald Trump zuletzt schamlos verkündete, er könne mit Kuba machen, was er wolle, fanden sich hunderte Menschen am Platz der Menschenrechte an der Wiener Mariahilferstraße zusammen. Zahlreiche kubanische Fahnen waren zu sehen. Die Redebeiträge bei der Auftaktkundgebung thematisierten unter anderem die Bedeutung des Konvois „Nuestra América – Convoy To Cuba“, der am selben Tag in Havanna eintraf und Tonnen an Hilfslieferungen nach Kuba brachte und damit die Blockade der USA durchbrach.
Wie für Kuba selbst war auch für die Demonstration der proletarische Internationalismus eine Selbstverständlichkeit und so wurden auch palästinensische Fahnen gehisst. Und auch in den Redebeiträgen wurden die blutigen Angriffe der USA auf den Iran und die Mittäterschaft am Genozid an den Palästinenserinnen und Palästinensern kritisiert.
Im Anschluss zog die Demonstration über den Ring zum Ballhausplatz. Der gemeinsame Block der Partei der Arbeit Österreichs (PdA) und ihrer Jugendfront war groß und weit vorne positioniert. Auf dem Banner der Wiener PdA war zu lesen: „Tod dem Imperialismus! Freiheit den Völkern!“

Im Fokus der Demosprüche stand auch die Tatsache, dass ein Angriff auf Kuba ein Angriff auf die Arbeiterklasse und die Jugend auf der ganzen Welt darstellt. Kuba ist ein Beispiel, dass ein System abseits von Ausbeutung und Unterdrückung möglich ist – dass der Kapitalismus keine ewige Wahrheit ist, sondern durch den kollektiven Kampf des Proletariats überwunden werden kann.
Am Ballhausplatz, unter anderem Sitz des Bundeskanzleramtes, kam es zu einer Schlusskundgebung. Die österreichische Regierung zeichnet sich angesichts der Aggressionen der USA gegen Kuba nur durch Schweigen aus. Eine klare Verurteilung der völkerrechtswidrigen Blockade, geschweige denn konkrete Hilfe für Kuba, sucht man vergeblich.
„Das Schweigen der österreichischen Regierung ist eine Schande! Hätte Raiffeisen ein Filialnetz in Kuba oder würden große Aufträge für einen gewissen Bautycoon winken, wären ÖVP und NEOS vielleicht etwas mutiger. Und die SPÖ? Sie ist heute ein willenloses Werkzeug der EU-Mainstream-Außenpolitik!“, so Otto Bruckner, stellvertretender Vorsitzender der Partei der Arbeit in seiner Rede. „Vergesst niemals, was die kubanische Revolution in den letzten 67 Jahren geleistet hat. Aus einer Kolonie der Vereinigten Staaten von Amerika schuf das kubanische Volk ein stolzes Land, in dem die US-Konzerne nichts mehr zu melden haben, in dem die Yankees mit ihren Casinos und Freudenhäusern nichts mehr zu suchen hatten“ wies der PdA-Redner auf die grudlegenden Verdienste der kubanischen Revolution hin. Das größte Problem, das die US-Imperialisten mit dem sozialistischen Kuba hätten, sei die Abwesenheit von Konzernen und die Tatsache, dass die Produktionsmittel und der Grund und Boden dem Volk gehören: „Die Abwesenheit von Profit ist den Imperialisten der größte Graus“. Bruckner wies aber auch auf die internationalistischen Verdienste Kubas hin: „Mit dem von kubanischen Soldaten wesentlich miterrungenen Sieg in Angola wurde der erste Stein auch aus der Mauer der Apartheid in Südafrika gezogen, um nur ein Beispiel zu nennen.“

Der stellvertretende PdA-Vorsitzende schloss seine Rede mit einer Zeile aus dem Lied von der Moldau von Bertolt Brecht, „die uns in Erinnerung ruft, dass auch die Tage des Kapitalismus und des US-Imperiums gezählt sind:
Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine.
Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag.“



















































































