Wien. Die neuesten Zahlen der Statistik Austria zeichnen ein alarmierendes Bild, 1,699 Millionen Menschen in Österreich waren 2025 armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Damit ist die Armut innerhalb eines Jahres um 170.000 Menschen gestiegen auf 18,8 Prozent der Bevölkerung gestiegen.
Diese Entwicklung ist Ergebnis einer Politik, die die Interessen von Kapital und Vermögenden schützt, während die Lebensrealität der lohnabhängigen Bevölkerung systematisch verschlechtert wird. Zwar sind die durchschnittlichen Haushaltseinkommen laut Statistik gestiegen, doch diese Steigerungen sind einerseits höchst ungleich verteilt und andererseits frisst die Teuerung die Zuwächse vielfach. Während die mittleren Haushaltseinkommen um 8,7 Prozent zulegten, stiegen die Haushaltseinkommen der untersten 10 Prozent lediglich um 4,7 Prozent. Das bedeutet konkret, dass die armen und armutsgefährdeten Menschen ärmer werden.
Arbeitslose besonders betroffen
Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung bei Arbeitslosen. Sie gehören zu den Gruppen, die überdurchschnittlich häufig im untersten Einkommensbereich vertreten sind. Das Arbeitslosengeld ist schlicht zu niedrig, um ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Statt dieses an die realen Lebenshaltungskosten anzupassen, wurde mit dem Verbot von Zuverdienstmöglichkeiten die Situation weiter verschärft. Für viele Betroffene bedeutete der Zuverdienst die einzige Möglichkeit, die massiven Preissteigerungen der letzten Jahre zumindest teilweise auszugleichen. Diese Möglichkeit wurde ihnen genommen, mit absehbaren Folgen, nämlich steigender Armut, wachsender sozialer Unsicherheit und zunehmender Ausgrenzung.
Gleichzeitig hält die Teuerung an. Mieten, Energie und Lebensmittel bleiben auf hohem Niveau. Selbst dort, wo Einkommen nominell steigen, wird dies durch die Inflation aufgefressen. Die Statistik zeigt klar: Immer mehr Menschen fallen unter die Armutsgrenze von derzeit 1.806 Euro monatlich für Alleinlebende. Wenn man nicht die Haushaltsebene betrachtet, sondern die Individuen ist die Armutsgefährdung noch einmal stärker ausgeprägt.
Der Negativtrend wird sich fortsetzen, die Kombination aus anhaltender Teuerung, weiteren Kürzungen der Sozialleistungen und arbeitsmarktpolitischen Verschärfungen weisen in eine Eindeutige Richtung.
Quelle: Statistik Austria



















































































