Derzeit werden schleichend Kürzungen an den Allgemeinbildenden Höheren Schulen Wiens vorgenommen. Während von der Gewerkschaftsführung keine klaren Worte zu hören sind, regt sich Protest an der Basis der Beschäftigten.
Wien. Die verfügbaren Unterrichtsstunden, die an einer Schule abgehalten werden können, wurden für das kommende Schuljahr abermals gekürzt. Das wird nicht etwa zu mehr Freizeit für Schülerinnen und Schüler führen, sondern dazu, dass teilweise mehr Lernende in einer Klasse sitzen müssen, weil Klassenteilungen nicht mehr finanzierbar sind und weniger unverbindliche Übungen angeboten werden können. Diese Kürzungen werden zwar nicht an die große Glocke gehängt, seien aber so umfangreich, dass an vielen Schulen Lehrpersonen das Kollegium verlassen müssen.

An der Basis der AHS-Beschäftigten hat sich dagegen Protest formiert. Ein Zusammenschluss von etwa einem Dutzend gewerkschaftlicher Betriebsausschüsse hat gestern einen Aktionstag gegen diese Kürzungen veranstaltet. Die Auswirkungen dieser Politik wurden in den Kollegien diskutiert und darüber hinaus mehr Unterstützung von Schulpsychologie und ‑sozialarbeit gefordert. Am Aktionstag selber trugen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer rote Kleidung in der Arbeit, um Aufmerksamkeit auf diese Themen zu lenken.

Da die Kürzungen offensichtliche negative Auswirkungen für die Schülerinnen und Schüler mit sich bringen, haben sich diese auch teilweise der Protestaktion angeschlossen und demonstrativ rote Kleidung getragen. Diese Proteste zeigen, dass die Lernenden und die Lehrenden in vieler Hinsicht gemeinsame Interessen haben und deshalb auch gemeinsam für Verbesserungen der Lehrbedingungen einstehen müssen. Außerdem zeigt sich wieder einmal, dass die Gewerkschaftsbasis zu Protest bereit ist, während die Gewerkschaftsführung weiterhin Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen abnickt und die Beschäftigten ruhig halten möchte.


















































































