Ein Video, das im Internet kursiert, zeigt eine Szene, die weit mehr ist als eine geschmacklose Provokation, zum 50. Geburtstag des israelischen Ministers für Innere Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, wird eine Torte mit einer Galgenschlinge präsentiert. Überreicht von seiner Ehefrau, sie trägt die Aufschrift: „Manchmal werden Träume wahr“ unterhalb des Galgens.
Die Symbolik ist kaum misszuverstehen, sie scheint im Zusammenhang mit einem Ende März verabschiedeten Gesetz zur Einführung der Todesstrafe – ein Gesetz, das sich de facto ausschließlich gegen Palästinenserinnen und Palästinenser richtet. Während die Todesstrafe formal noch nicht angewandt wird und rechtlich geprüft wird, offenbart die Inszenierung auf der Geburtstagsfeier die politische Stoßrichtung hinter dem Vorstoß und wie wenig Menschenleben des palästinenschen Volkes israelischen Ministern wie Ben-Gvir wert sind.
Öffentlich gemacht wurde der Vorfall unter anderem durch die ARD-Korrespondentin Sophie von der Tann, die über Israel und die palästinensischen Gebiete berichtet und das Video auf ihrem Instagram-Kanal thematisierte.
Wie bereits ausführlich berichtet wurde das Apartheitsgesetz mit 62 zu 48 Stimmen verabschiedet. Das von der Knesset verbschiedete Gesetz, das die Todesstrafe für Palästinenserinnen und Palästinenser im Westjordanland ermöglicht, sofern sie von Militärgerichten wegen „terroristischer“ Handlungen verurteilt werden, sieht die Hinrichtung durch Hängen als Standard vor, so ist das Bild, dass die Torte vermittelt klar.
Ben-Gvir selbst feierte die Entscheidung bereits unmittelbar nach dem Beschluss offen und erklärte: „Dies ist ein Tag der Gerechtigkeit für die Opfer und ein Tag der Abschreckung für unsere Feinde. Wer den Terrorismus wählt, wählt den Tod.“ Mit dieser Einstellung scheint er in seiner Familie und in seinem Freundeskreis wohl großen Rückhalt zu haben, wie die Torte zeigt. Diese Geste und Szene ist an Geschmacklosigkeit kaum zu übertreffen. Palästinenserinnnen und Palästinenser sind weniger als Menschen zweiter Klasse für solche Politiker im Mörderstaat Israel.
Neben solchen Torten geht unterdessen das Morden im Libanon und Gazastreifen trotz Waffenstillstandsabkommen ganz praktisch weiter.
Quelle: Instagram



















































































