Kiew. In der Sperrzone des ehemaligen Kernkraftwerks Tschernobyl brennen nach Angaben des ukrainischen Katastrophendienstes 1.100 Hektar Wald. Die Lage wird durch trockenes Wetter, starke Winde und Bergbaugefahren in einigen Gebieten verschärft, was die Möglichkeit der Löschung erheblich einschränkt.
Spezialausrüstung und Einheiten anderer Dienste waren an der Löschung beteiligt. Die Strahlungslage auf ukrainischem Gebiet bleibt stabil, berichtete das Innenministerium. Laut dem Nationalen Hydrometeorologischen Dienst des Staatlichen Notfalldienstes liegt der Gammastrahlenwert im ganzen Land innerhalb der normalen Grenzen.
Vor 40 Jahren hatte es im Kernkraftwerk Tschernobyl eine Katastrophe gegeben, durch die radioaktive Strahlung ausgetreten war. Das havarierte Kraftwerk wurde mit einem Sargopharg aus Beton ummantelt und die Umgebung großflächig zur Sperrzone erklärt.
Welche Prioritäten die ukrainischen Staatsorgane selbst im Krieg setzen, zeigt eine Entscheidung der regionalen Militärverwaltung von Kiew, zu der das Sperrgebiet gehört. Mit Dekret vom 23. April werden in den Geisterstädten Tschernobyl und Pripjat Straßennamen „entkommunisiert“. Unter anderem muss die Lenin-Allee in Pripjat umbenannt werden. Die Tiere, die in der Sperrzone wohnen, werden die antikommunistischen Aktivitäten der Kiewer Behörden kaum interessieren.



















































































