Pardubice/Tschechien. Die Gruppe „Earthquake Faction“ setzte in der Nacht von Donnerstag auf Freitag eine Waffenfabrik der tschechischen Firma LPP in Brand. Die Gruppe bekennt sich online zu dem Angriff und gibt als Grund geplante Zusammenarbeit zwischen LPP und dem israelischen Waffenhersteller Elbit Systems an. Elbit ist der primäre Versorger der israelischen Armee mit Drohnen. Diese werden wie die ZdA berichtet, regelmäßig im Genozid der palästinensischen Bevölkerung zum Einsatz gebracht. Der Aktienkurs Elbits stieg dabei über die letzten drei Jahre um 423 Prozent.
Ein Kooperationsabkommen der beiden Konzerne wurde am 6. Oktober 2023 in der tschechischen Botschaft in Tel Aviv unterzeichnet. Konkretes Ziel der Zusammenarbeit sollte es sein, Elbit-Drohnen in Tschechien zu produzieren. Elbit sollte dabei von billigeren Produktionskosten und einer Produktionsstätte innerhalb der EU und der NATO profitieren, während LPP von Elbits Fachwissen und gemeinsamer Forschung und Entwicklung profitieren sollte. Laut Reuters habe LPP seine Pläne der Zusammenarbeit mit Elbit Systems jedoch niemals umgesetzt.
Bei dem Brandanschlag gab es keine Verletzten. Weiters teilt die Feuerwehr mit, dass eine Halle vollständig und ein Verwaltungsgebäude teilweise zerstört wurde. Der Brand sei gelöscht und es bestehe für die Bevölkerung keine Gefahr durch etwaige Schadstoffe in der Luft.
Der tschechische Geheimdienst BIS und die Polizei ermitteln nun wegen des Verdachts eines Terroranschlags.
Quellen: Die Presse/Reuters/Earthquake Faction/Tschechische Botschaft in Israel


















































































