HomePanoramaBergwandern nach Online-Bewertung endete mit Hubschraubereinsatz

Bergwandern nach Online-Bewertung endete mit Hubschraubereinsatz

Kleinwalsertal/Bregenz. 99 Schülerinnen und Schüler sowie acht Lehrer aus Deutschland sind am Dienstag im Kleinwalsertal mit Hubschraubern aus Bergnot gerettet worden. Die Lehrer hatten die Route aufgrund einer Bewertung in einer Online-Bergwander-Plattform ausgewählt. Warntafeln, dass die Tour nur mit Kletterausrüstung und entsprechenden alpinen Kenntnissen begangen werden sollte, wurden offenbar einfach ignoriert.

Bei Regen und Nässe wollte die Gruppe ohne entsprechende Ausrüstung und alpine Kenntnisse den schmalen „Heuberggrat“ überqueren, dessen Passage laut Polizei “ Schwindelfreiheit, Trittsicherheit sowie Erfahrung im alpinen Gelände erfordert“.

Als eine Teilgruppe sich aufgrund der schwierigen Verhältnisse zur Umkehr entschied, rutschten zwei Schüler ab und zogen sich leichte Verletzungen im Bereich des Oberkörpers und der Beine zu. Daraufhin gerieten einzelne Kinder in Panik, weswegen eine Lehrperson einen Notruf absetzte.

Die gesamte Gruppe musste schließlich mit zwei Hubschtauern gerettet und durch Fahrzeuge der Bergrettung und der Feuerwehr in ihr Quartier zurückgebracht werden. „Mehrere Schüler waren erschöpft, unterkühlt, durchnässt und völlig aufgelöst“, beschreibt die Polizei die Situation, weshalb auch das Kriseninterventionsteam hinzugezogen wurde. Der Fall werde nach Abschluss der Erhebungen der Staatsanwaltschaft Feldkirch zur strafrechtlichen Beurteilung übermittelt, hieß es.

Quelle: vorarlberg​.orf​.at

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