HomePanoramaTürkis-grüne Farce um Baumfällungen im Wiener Augarten

Türkis-grüne Farce um Baumfällungen im Wiener Augarten

Wien. Der Wiener Augarten ist ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Menschen des zweiten und zwanzigsten Gemeindebezirks. Der große – noch zu Zeiten der Donaumonarchie errichtete Park – erlangte zu Beginn der Corona-Pandemie Berühmtheit, weil er, wie alle anderen Bundesgärten auch, von der zuständigen ÖVP-Ministerin Elisabeth Köstinger für Besucherinnen und Besucher gesperrt wurde. Das wurde damals als Affront gegen das „rote Wien“ gesehen, da sachlich nicht begründbar war, warum in einem so weitläufigen Areal besondere Ansteckungsgefahr gegeben sein sollte.

Jetzt macht die Ministerin wieder Schlagzeilen. Diesmal damit, dass sie in dem Barockpark Eventzonen schaffen will, und zu diesem Zweck müssten etwa einhundert alte Bäume gefällt werden, wie Kritiker errechneten.

Zu diesen Kritikern zählen sich auch die Wiener und im Besonderen die Leopoldstädter Grünen. Sie werfen sich verbal ins Zeug, dass man schon vor Augen hat, wie sie sich demnächst an die Bäume ketten werden.

Aber sind sie nicht in derselben Partei, wie die, die mit der ÖVP in einer Regierung sitzt? Würde nicht ein kurzes Gespräch des grünen Vizekanzlers Werner Kogler mit Ministerin Köstinger reichen, um die Sache aus der Welt zu schaffen? Oder ist das Ganze überhaupt nur eine Inszenierung, um den Grünen zu einem kleinen Erfolgserlebnis zu verhelfen?

Wie auch immer, der Drache, gegen den die Wiener Grünen kämpfen, hat einen Namen, und der lautet türkis-grüne Bundesregierung. Elisabeth Köstinger ist nur ein Teil davon.

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