Im rumänischen Bankensektor spielen die Erste Group sowie die RBI eine führende Rolle – letztere sicherte sich diese Woche durch eine prominente Übernahme zusätzliche Marktanteile.
Bukarest/Wien. Die österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) hat die rumänischen Geschäftsbereiche des baskischen Finanzinstituts BBVA übernommen – 591 Millionen Euro wurden für die Übernahme der Garanti Bank aus Wien nach Bilbao überwiesen.
Für die RBI ist mit dieser Akquisition eine Richtungsänderung verbunden: Das lukrative, aber nicht mehr durchführbare Russlandgeschäft hat vorerst keine Zukunft, Rumänien bietet sich als Ersatzmarkt an: Ein Player von der Größe der österreichischen RBI kann dort mit geschickten Käufen rasch Boden gut machen.
Und so markiert dieser Übernahme tatsächlich eine prominente Neuordnung an der Spitze des rumänischen Bankensektors, die noch nicht zu Ende sein dürfte. Raiffeisen war schon zuvor die Nummer 5 unter den Banken Rumäniens, durch den Kauf der Garanti Bank steigt man zur Nummer 3 auf. Somit hat die RBI vor sich nur noch die Rumänientochter der ebenfalls österreichischen Erste Bank – nämlich die Kommerzialbank: Banca Comercială Română – sowie die unter internationalem Druck stehende Banca Transilvania, die ein rumänisch-ungarische Aktionärsstruktur aufweist. Diese drei Banken halten in Rumänien in verschiedenen Geschäftsfeldern Marktanteile von über 50 Prozent.
Wenngleich die internationale Konkurrenz herzeigbar ist (u.a. Société Générale/Frankreich, ING/Niederland, UniCredit/Italien, Citibank/USA), befinden sich die beiden österreichischen Top-Finanzkonzerne Raiffeisen und Erste Group nun in der Pole Position, wenn es um die Neuordnung und monopolkapitalistische Kontrolle des rumänischen Bankensektors geht.
Quelle: ORF


















































































