Anfang der Woche startete erneut eine humanitäre Hilfsmission der Global Sumud Flotilla, um die kriminelle Blockade Gazas zu durchbrechen. Israel überfällt 22 Boote der Flotilla in internationalen Gewässern vor der Küste von Griechenland und lässt Boote mit manövrierunfähig im Mittelmeer zurück.
Am Mittwochabend wurden 22 der 58 Boote der Global Sumud Flotilla vom israelischen Militär abgefangen zwischen griechischem Festland und Kreta abgefangen. Dabei wurde die Kommunikation der Schiffe gestört, Drohnen eingesetzt und bewaffnete Kräfte genutzt, um die Hilfsmission zu stoppen. Gur Tsabar, ein Sprecher der zivilen Mission, bezeichnete die Intervention Israels als „direkten Angriff auf unbewaffnete zivile Boote in internationalen Gewässern“. Israels Kräfte haben nach Angaben der Global Sumud Flotilla Motoren und Kommunikationssysteme einiger Boote zerstört und dabei „hunderte Zivilisten auf manövrierunfähigen Schiffen direkt im Pfad eines herannahenden Sturms“ zurückgelassen. 36 Boote sind allerdings noch immer auf dem Weg nach Gaza.
Die kriminelle Blockade Gazas durchbrechen
Es ist die größte zivile Hilfsmission auf dem Weg nach Gaza bisher. An der Mission nehmen über 1.000 Menschen aus 56 Ländern teil, sie startete am Sonntag von Italien aus. Die zivile Mission hat, wie bei der letzten im Herbst 2025, zum Ziel, die kriminelle Belagerung und Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen und dringend benötigte lebensnotwendige Hilfsgüter, wie Essen, Babynahrung und medizinisches Material zu liefern. Zudem will sie einen zivilen Seekorridor öffnen, um den Menschen in Gaza zu Souveränität über ihren Zugang zum Meer zu verhelfen und um beim Wiederaufbau Gazas zu unterstützen. Eine dauerhafte zivile Präsenz soll in Gaza aufgebaut werden, dafür sind auch Teams aus Ärztinnen, Krankenpflegern oder Ermittler für Kriegsverbrechen an Bord.
Neue Dreistigkeit Israels in internationalen Gewässern
Anders als die letzte Mission wurden die Boote nicht erst kurz vor der Küste Gazas aufgehalten, sondern ca. 1.111 km entfernt von Israels Grenzen vor der Küste Griechenlands. Diese Dreistigkeit Israels, Schiffe willkürlich in internationalen Gewässern zu überfallen, zeigt erneut, wie wenig Beachtung das Völkerrecht noch findet. Es ist ein Gesetz, an das sich Staaten nur halten, wenn es ihnen passt, oder wenn es von einer Großmacht eingefordert wird. Israel ist sich seiner unbedingten Unterstützung vieler Staaten, allen voran der USA, Deutschland, aber auch Österreich, so sicher, dass es seit Jahren gegen das Völkerrecht verstößt, ohne jemals Konsequenzen zu erfahren. So gibt es auch diesmal keinen ernsten Widerspruch gegen Israels hemmungsloses Vorgehen von Seiten der westlichen Staaten.
Quelle: Global Sumud Flotilla/ Aljazeera/ berliner Zeitung


















































































