Das investigative Portal meldet zehntausende Eindringversuche innerhalb von 24 Stunden. Die Attacken folgten auf Veröffentlichungen über eine transnationale Operation gegen progressive Regierungen in Lateinamerika.
Das investigative Portal Hondurasgate berichtet von einem massiven Cyberangriff auf seine Website, nachdem es mehrere Leaks über eine mutmaßliche internationale Destabilisierungsoperation veröffentlicht hatte. Nach Angaben der Plattform wurden innerhalb von 24 Stunden insgesamt 39.618 Eindringversuche registriert. Der Angriff erfolgte wenige Stunden nach der Veröffentlichung des dritten Teils der Recherche.
Die Veröffentlichungen von Hondurasgate basieren laut dem Portal auf Audioaufnahmen und Nachrichten aus WhatsApp, Signal und Telegram aus dem Zeitraum zwischen Jänner und April 2026. Hinter dem Projekt stehen das Medium Diario Red sowie ein Netzwerk honduranischer Journalistinnen und Journalisten, die aus Sicherheitsgründen anonym bleiben.
Im Mittelpunkt der Recherche stehen Vorwürfe über eine Operation unter Beteiligung von Kreisen aus den USA und Israel. Ziel sei demnach gewesen, progressive Regierungen in Lateinamerika zu destabilisieren. In den veröffentlichten Materialien wird behauptet, dass Unterstützer des ehemaligen honduranischen Präsidenten Juan Orlando Hernández an Plänen für dessen politische Rückkehr gearbeitet hätten. Hernández war in den USA wegen Drogenhandels und Waffenbesitzes zu 45 Jahren Haft verurteilt worden und erhielt laut der Recherche im November 2025 eine Begnadigung durch Donald Trump.
Die Veröffentlichungen nennen außerdem den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump sowie den argentinischen Präsidenten Javier Milei im Zusammenhang mit der Operation. Laut Hondurasgate sollte unter anderem in Honduras eine Struktur aufgebaut werden, die sich gegen die sozialdemokratischen Regierungen von Gustavo Petro in Kolumbien und Claudia Sheinbaum in Mexiko richten sollte.
Nach Angaben des Portals stammten die registrierten Cyberangriffe vor allem aus den USA und Israel. Genannt werden unter anderem Los Angeles, Buffalo, Des Moines, Ashburn, Boydton, Beltsville, Washington D.C. und Dallas sowie Tel Aviv, Jerusalem und Beerscheba.
Das Portal erklärte, trotz der Angriffe seien keine Inhalte gelöscht worden. Auch die geplanten weiteren Veröffentlichungen würden fortgesetzt.
Quelle: IlFattoQuotidiano



















































































