Beirut. Das Militär von Israel hat in der Nacht erneut mehrere Ziele im Süden des Libanon angegriffen. Nach Angaben der israelischen Armee seien Waffenlager und Raketenwerfer der Hisbollah attackiert worden.
Seit Inkrafttreten der Waffenruhe im November 2024 wurden laut offiziellen libanesischen Angaben mehr als 300 Menschen durch israelische Angriffe getötet. Den Vereinten Nationen zufolge waren mehr als 100 der Opfer Zivilistinnen und Zivilisten. Diese Zahlen widersprechen deutlich der Darstellung sogenannter präziser, rein militärischer Operationen – sie legen vielmehr nahe, dass die Realität vor Ort eine andere ist: eine Politik permanenter militärischer Intervention trotz formeller Waffenruhe.
Mehr als 100 zivile Todesopfer seit November sind kein bedauerlicher Nebeneffekt, der sich mit dem Begriff „Kollateralschaden“ relativieren lässt. Sie sind das Resultat einer Strategie, die Eskalation und militärische Kontrolle durch Gewalt in den Vordergrund stellt.
Wohngebiete werden getroffen, Infrastruktur beschädigt, ganze Regionen in einen Zustand chronischer Unsicherheit versetzt. Für die Menschen im Süden des Libanon bedeutet das: keine Stabilität, kein verlässlicher Frieden, keine Perspektive jenseits der nächsten Explosion.
Quelle: ORF




















































































