Der ehemalige Bundeskanzler Alfred Gusenbauer steht vor Gericht aufgrund von fünf Millionen Euro, die er in seiner Position als Berater der Signa Holding erhielt. Eine Geldsumme, die der Großteil der Österreicherinnen und Österreicher während ihres gesamten Lebens nicht verdient.
Wien. Konkret “arbeitete” Gusenbauer als Berater im Signa-Beirat. Gusenbauer erklärt, dass er wohl gute Arbeit geleistet hat, da er jährlich Boni bezahlt bekommen hat. Inklusive Boni erhielt er jährlich etwa 600.000 Euro und 2023, das Jahr, in dem die Signa Holding Insolvenz anmeldete, erhielt Gusenbauer sogar 800.000 Euro. Als Beispiel für die gute Arbeit, die er geleistet habe, führt er eine Investition in der Höhe von 200.000.000 Euro der Schoeller Group an, welche er eingefädelt habe. Beratungsgespräche hat Gusenbauer hauptsächlich mit Benko selbst, Kommunikationschef Leingruber und anderen Beiratsmitglieder geführt. Außerhalb der Signa Holding sprach Gusenbauer vor allem mit potentiellen Investoren und Bürgermeistern.
Gusenbauer ist somit ein Paradebeispiel des Drehtür-Effekts. Politiker verschaffen privaten Firmen Aufträge und Connections mit öffentlichen Auftraggebern und im Gegenzug dafür werden sie nach Abschluss ihrer Politkarriere als „Berater“ reichlich für ihre Machenschaften belohnt. In der Kritik steht, dass es in solchen Fällen nicht nur zu problematischer Nähe bei der Auftragsvergabe kommt, sondern auch zu reichlich ‚Vitamin B‘, mit dem ehemalige Politikerinnen und Politiker Firmen Vorteile verschaffen können. Weiters zeigt der Fall Gusenbauer erneut, wie die SPÖ den Kapitalismus nicht zu Gunsten der Arbeiterinnen und Arbeiter reformiert, sondern fest in das kapitalistische System integriert ist.
Quelle: ORF



















































































