45.000 Schülerinnen und Schüler bestreikten am 25.9. die Schule und protestierten auf Deutschlands Straßen gegen Militarisierung und Wehrpflicht. Zentraler Anlass des 4. Schulstreiks sind Zwangsmusterungen junger Männer, die die Bundesregierung im Sommer begonnen hatte.
BRD. „Wir müssen bis 2029 kriegstüchtig sein“ – das ließ der deutsche Verteidigungsminister Pistorius 2024 verlauten. Es folgte die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht, seit Jänner 2026 wurden an 18-Jährige über 450.000 Wehrdienstbögen geschickt. Männern, die auf diese nicht antworten, droht ein Bußgeld. Im Sommer dieses Jahres wurden nun fast 1.000 junge Männer zur Musterung geladen, obwohl diese zuvor ihr Interesse zu dienen zuvor ausdrücklich verneint hatten.
Vorbereitung auf Kriegstüchtigkeit
Neben der Wiedereinführung der Wehrpflicht bereiten sich die Herrschenden in Deutschland auch anderweitig auf die „Kriegstüchtigkeit“ vor. Die Industrie wird vielerorts auf Rüstungsproduktion oder „Dual-Use“ umgestellt, so zum Beispiel das VW-Werk in Osnabrück, das nun nicht mehr Autos, sondern Luftabwehrraketen herstellen soll – für Israel und Europa, gemeinsam mit dem israelischen Rüstungsunternehmen „Rafael Advanced“. Auch Bundeswehrübungen, sowie Manöver des Kriegsbündnisses NATO finden regelmäßig statt.
„Wir werden kein Kanonenfutter sein“
Doch es regt sich auch Widerstand. Der genannte Schulstreik unter dem Motto „Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft“ fand in mehr als 100 Städten statt. Die Streikenden protestieren gegen die Wehrpflicht, Militarisierung und die Bundeswehrübung „Red Storm Charlie“, die letztes Wochenende in Hamburg stattfand.
In Berlin fand am Freitag zudem eine Demonstration mit mehr als 20.000 Teilnehmenden statt, auf der auch prominente Musiker, wie K.I.Z und Disarstar auftraten. Und am nächsten Tag, am 3. Oktober fanden deutschlandweit erneut Friedensdemonstrationen statt.
Und auch in der arbeitende Bevölkerung Deutschlands regt sich Protest. In Werken von Ford, ZF und Mercedes-Benz haben Gewerkschafter kämpferische Resolutionen gegen Sozialabbau und Kriegswirtschaft verabschiedet. Jedoch ist dabei auf die Gewerkschaftsführung nicht zu zählen. Die Kommunistische Partei erklärt: „Der Druck muss von unten kommen – nur dann können die Gewerkschaften wieder Kampforganisationen gegen Sozialabbau und Krieg werden!“
Quelle: Junge Welt / Junge Welt / DWN / Friedenskooperative / SWR / Kommunistische Partei






















































































