Es vergeht kein Tag, ohne dass Israel tötet. Zwei UNICEF-Helfer sterben bei einem Angriff auf eine Wasserstation – ein Vorfall, der die ohnehin fragile humanitäre Lage weiter verschärft.
Gaza Stadt. Im Norden des Gazastreifens sind zwei im Auftrag von UNICEF tätige Helfer durch israelisches Feuer ums Leben gekommen. Sie waren damit beschäftigt, Wasser zu einem Lager für Vertriebene zu transportieren – eine Aufgabe, die in der aktuellen Versorgungslage lebenswichtig ist. Der Angriff ereignete sich an einer Wasserfüllstation in Mansoura, die als einzige Quelle für trinkbares Wasser in der Umgebung gilt.
Nach Angaben der Organisation eröffneten israelische Soldaten das Feuer auf die Anlage. Neben den beiden Todesopfern wurden zwei weitere Arbeiter verletzt. Dass ein Ort getroffen wurde, der für die Grundversorgung der Bevölkerung zentral ist, verschärft die ohnehin angespannte humanitäre Situation im Gazastreifen erheblich und zeigt die Willkür und Bösartigkeit, mit der der Genozid fortgeführt wird.
Bemerkenswert ist, dass die Wasserverteilung trotz des Vorfalls fortgesetzt wurde. Gleichzeitig wurden jedoch externe Auftragnehmer angewiesen, ihre Arbeit vorläufig einzustellen, bis eine neue Sicherheitsbewertung erfolgt.
UNICEF reagierte mit deutlicher Kritik und forderte eine sofortige Untersuchung sowie klare Verantwortlichkeit für die Todesfälle. Der Vorfall wirft grundsätzliche Fragen zum Schutz ziviler Infrastruktur und humanitärer Helfer in Konfliktgebieten auf – insbesondere in einem Gebiet, in dem Wasserknappheit bereits ein akutes Problem darstellt. Die Versorgung hängt derzeit stark von begrenzten Lieferungen des israelischen Unternehmens Mekorot nach Gaza-Stadt ab.
Der Angriff steht zudem nicht isoliert. Erst am 6. April wurde am Grenzübergang Rafah ein Konvoi unter Beschuss genommen, wobei ein Fahrer der World Health Organization getötet und zwei medizinische Mitarbeiter verletzt wurden. Die wiederholten Zwischenfälle deuten auf ein strukturelles Risiko für humanitäre Einsätze hin.
Gleichzeitig bleiben Hilfsoperationen im Gazastreifen durch Einschränkungen bei der Einfuhr von Gütern und der Bewegungsfreiheit von Transporten stark begrenzt. In Kombination mit der Gewalt vor Ort entsteht ein Umfeld, in dem selbst grundlegende Hilfeleistungen zu einem lebensgefährlichen Einsatz werden.
Quelle: teleSUR



















































































