HomeInternationalesWelternährungsprogramm der UNO warnt vor Hungerkrise

Welternährungsprogramm der UNO warnt vor Hungerkrise

Während bei der Nahrungsmittelhilfe gespart wird, werden Milliardensummen für Krieg und Rüstung ausgegeben. Die Vereinten Nationen geben bekannt, dass jede Kürzung um einen Prozentpunkt mehr als 400.000 Menschen in die Hungersnot treibt.

New York City. In den Mitgliedstaaten der NATO werden fortlaufend enorme Geldbeträge für Rüstung und militärische Aktivitäten investiert. Gleichzeitig warnt das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) vor den negativen Auswirkungen von Einsparungen bei der Nahrungsmittelhilfe auf die weltweite Hungerproblematik. Das UNO-Programm gab bekannt, dass jede Kürzung um einen Prozentpunkt mehr als 400.000 Menschen in die Hungersnot treiben würde. Dies wurde am Dienstag von der UNO-Organisation betont.

Das Welternährungsprogramm sieht sich momentan gezwungen, die Nahrungsmittelrationen bei den meisten seiner Missionen zu verringern, da die finanzielle Unterstützung für humanitäre Hilfe deutlich abnimmt. Als Konsequenz könnten in den kommenden zwölf Monaten zusätzliche 24 Millionen Menschen vom Hunger bedroht sein. Aktuell sind bereits 345 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen, wobei 40 Millionen von ihnen sich in einer akuten Hungerkrise befinden.

Finanzierungslücke von 60 Prozent

Die Finanzierungslücke beträgt aktuell mehr als 60 Prozent, was eine besorgniserregende Situation darstellt. Die finanziellen Beiträge gehen zurück, während der Bedarf an humanitärer Unterstützung kontinuierlich ansteigt. Fachleute des WFP äußern Bedenken, dass es in absehbarer Zukunft notwendig sein könnte, nur noch diejenigen Menschen zu unterstützen, die akut vom Hungertod bedroht sind, auf Kosten zahlreicher anderer hungerleidender Menschen. Cindy McCain, Leiterin des WFP, warnte davor, dass ohne ausreichende Unterstützung die Welt zweifellos mit mehr Konflikten, Unruhen und Hunger konfrontiert sein wird. Sie forderte dringende Soforthilfe sowie langfristige Strategien zur Bekämpfung der Wurzeln des Hungerproblems.

Quelle: ZLV

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