Die Raiffeisen Lagerhaus Gmbh (RLG) – eine Regionalorganisation für das niederösterreichische Industrieviertel mit Sitz in Bruck an der Leitha hat mehr als 100 Beschäftigte beim AMS-Frühwarnsystem zur Kündigung angemeldet. Zwei der 24 Standorte sollen geschlossen werden. Die Gewerkschaft GPA verhandelt über einen Sozialplan.
Bruck an der Leitha. Die angekündigten 100 Kündigungen entsprechen etwa einem Viertel der Gesamtbelegschaft. Die Standorte in Pernitz (Bezirk Wiener Neustadt) und in Aspang (Bezirk Neunkirchen) sollen geschlossen werden. Ternitz soll zum „Baustoff-Hub“ werden, andere Bereiche des Standortes werden geschlossen. Weitere Änderungen betreffen die Filialen in Schwechat, Gloggnitz, Grimmenstein, Thomasberg, Krumbach und Bruck an der Leitha.
Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) spricht von einem „herben Schlag“ für die Beschäftigten und fordert einen umfassenden Sozialplan.
Für Niederösterreich bedeutet dies nach dem Verlust zahlreicher Industriearbeitsplätze, Krisen in der Lebensmittelindustrie – wie zuletzt die angedrohte Schließung des Gemüseverarbeiters Ardo im Marchfeld – weitere negative Folgen für die Arbeiterklasse.
Die Landespolitik moderiert, während die sozialdemokratische Gewerkschaft ihre Aufgabe darauf beschränkt, Sozialpläne auszuhandeln und vom Land die Errichtung einer Arbeitsstiftung zu fordern. Ein Angebot an die Beschätigten, für die Erhaltung ihrer Arbeitsplätze zu kämpfen oder sich zumindest erhobenen Hauptes in einem Streik von der Raiffeisen-Krake zu versbschieden, kommt ihr nicht in den Sinn. Ändern lässt sich das nur, wenn die Betroffenen selbst die Initiative ergreifen.
Quelle: ORF























































































