Die monatelange Stationierung der USS Abraham Lincoln zeigt die Folgen des US-Kriegseinsatzes auch innerhalb der eigenen Armee. Berichte über schwere psychische Belastungen und Suizidversuche wurden öffentlich. Gleichzeitig versucht Washington, den Krieg und die Kontrolle über die Straße von Hormus aufrechtzuerhalten.
Der Krieg der USA gegen den Iran hat Auswirkungen auf die Armee der imperialistischen Macht selbst, wie nun an die Öffentlichkeit gelangt ist. Ein Beispiel dafür ist die Situation auf dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln, der sich seit dem 2. November 2025 mit einer Besatzung von rund 5.000 Soldaten in der Region befindet.
Die Situation hat sogar bei amerikanischen Medien, die sich auf Militärangelegenheiten spezialisiert haben, Besorgnis ausgelöst. So berichtet beispielsweise die „Military Times“ über den Zustand der Marinesoldaten auf dem Flugzeugträger USS Lincoln. Sie berichten von „Tausenden von Marinesoldaten, die unter schwerem Stress, Depressionen und psychischen Störungen leiden“ und dass es Berichte über „Selbstmordversuche, Selbstverletzungen und verzweifelte Versuche, den Flugzeugträger mit allen Mitteln zu verlassen“ gebe.
Besonders drastisch zeigen sich die Folgen der monatelangen Überlastung daran, dass laut „Military Times“ mehrere Besatzungsmitglieder versucht haben sollen, über Bord zu gehen. In einem Fall konnte ein Matrose einen Kameraden noch rechtzeitig davon abhalten, über die Reling zu springen, in einem anderen Fall musste ein Besatzungsmitglied nach einem solchen Versuch unter medizinische Beobachtung gestellt werden.
Die Probleme betreffen nicht nur die Mehrheit der 5.000 Soldaten selbst, sondern auch deren Familien, da ein Kontakt oftmals nicht hergestellt werden kann.
Das Thema der psychischen Gesundheit der Soldaten wurde letzte Woche bei einer Veranstaltung auf einem Militärstützpunkt in San Diego in den USA angesprochen, wobei Hung Cao, Kommissarischer Marinesekretär der Vereinigten Staaten, die Probleme gegenüber den Familien zugab und versuchte, sie zu beruhigen, indem er versicherte, dass spezialisiertes psychologisches Personal für die Besatzung arbeite.
Bereits im April gab es Berichte über die miserablen Zustände auf dem Flugzeugträger, wobei Fotos von schlechten Lebensbedingungen und begrenzter Lebensmittelversorgung veröffentlicht wurden und Berichte über Wasserknappheit, verschimmelte Duschen und kaputte Waschmaschinen kursierten.
Medienberichten zufolge wird die USS Abraham Lincoln nun abgezogen und durch die USS George Washington ersetzt. Die US-Blockade iranischer Häfen mit dem Ziel, die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus zu erkämpfen, soll aufrechterhalten werden. „Die US-Marine kann eine solche Blockade auf unbestimmte Zeit aufrechterhalten, weil wir die Schiffe rotieren lassen werden, wie wir es bereits tun und auch weiterhin tun werden“, verkündete US-Kriegsminister Pete Hegseth zuletzt während eines Besuchs in Panama.
Die Haltung von US-Präsident Donald Trump, den Konflikt fortzusetzen, und seine wiederholten Behauptungen, die USA hätten die Straße von Hormus angeblich „vollständig unter Kontrolle“, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass er einerseits nicht in der Lage ist, die Interessen amerikanischer Monopole in der Region unbestritten durchzusetzen und andererseits amerikanische Stützpunkte und die Infrastruktur verbündeter Länder im Nahen Osten zu schützen.
Quellen: Die Presse/902.gr/902.gr/Military Times
















































































