Nairobi. In der Nacht auf den 23. Feburar wurde der Generalsekretär der Communist Party Marxist – Kenya (CPM‑K), Booker Ngesa Omole, von der kenianischen Polizei in der Stadt Isiolo festgenommen und verschleppt.
Laut Angaben der Kommunistischen Partei Kenias kam es zu Misshandlungen durch die Polizei. Ein Zahn wurde ihm gebrochen, ein Finger wurde mit einem Messer verletzt und er bekam nicht ausreichend zu Essen und zu Trinken.
Nachdem Omole in der Nacht zwischen mehreren Orten hin- und hertransportiert worden war, wurde er schließlich in die Mlolongo-Polizeistation in der Hauptstadt Nairobi gebracht. Die Einrichtung wurde in der Vergangenheit immer wieder mit nicht rechtmäßigen Verschleppungen sowie auch Tötungen in Verbindung gebracht.
Bislang durften weder Angehörige aus seiner Familie, noch Genossinnen und Genossen seiner Partei ihn besuchen. Nicht einmal Anwälte wurden zu ihm vorgelassen. Anklagepunkte sind nicht bekannt.
Die CPM‑K fordert seine sofortige Freilassung sowie medizinische Versorgung und rechtlichen Beistand. Sie bezeichnet den Vorfall darüber hinaus als Teil einer umfassenderen politischen Unterdrückung, die darauf abzielt, regierungskritische und linke Stimmen in Kenia zum Schweigen zu bringen. Die Regierung nutze staatliche Sicherheitsbehörden, um die organisierte Arbeiterklasse sowie fortschrittliche Bewegungen einzuschüchtern.
Die Kommunistische Partei Kenias wurde in der Vergangenheit immer wieder Ziel von Polizeigewalt. So überlebte Booker Ngesa Omole erst letztes Jahr einen Mordanschlag in seinem Zuhause. Am 11. Jänner 2023 wurde Felix Musili, Mitglied der CPM‑K, von 3 uniformierten Polizeibeamten im Haus seiner Eltern vor den Augen seiner Familie erschossen.
Quellen: Unsere Zeit/Junge Welt/Zeitung der Arbeit/X




















































































