Während der völkerrechtswidrige Überfall der USA und Israel auf den Iran andauern, verstärkt Israel auch seine Angriffe gegen den Libanon.
Beirut. Bei Angriffen israelischer Kampfjets auf die libanesische Hauptstadt Beirut sind mindestens 31 Personen getötet worden. Lokale libanesische Nachrichten berichten auch von Angriffen auf andere Ortschaften im Süden und Osten des Landes.
Israel forderte die Bewohnerinnen und Bewohner von mehr als 50 Dörfern im Südlibanon und im Bekaa-Tal auf, ihre Häuser zu verlassen und sich mindestens 1 Kilometer von den Gebäuden entfernt aufzuhalten. Die Warnung für ein so großes Gebiet erinnert an die Massenvertreibungsbefehle, die Israel während seines völkermörderischen Kriegs gegen Gaza erlassen hatte. Der Angriff sei Teil einer mehrtägigen Offensive, wie Generalstabschef Eyal Zamir ankündigte.
Die Hisbollah und Israel haben im November 2024 einen Waffenstillstand geschlossen. Israel verstieß seither jedoch fast täglich gegen diesen und führte Angriffe im ganzen Land durch. So sind allein in den letzten drei Monaten des Jahres 2025 2.036 Verstöße Israels gegen die Souveränität des Libanon dokumentiert.
Zuletzt führte die Hisbollah, die unabhängig von der libanesischen Regierung operiert, einen Raketen- und Drohnenangriff auf eine Militärbasis im nordisraelischen Haifa durch – nachdem sie lange auf Gegenschläge verzichtet und stattdessen die libanesische Regierung aufgefordert hatte, ihrer Verantwortung nachzukommen und das Land zu schützen.
Während Israel seine Angriffe auf den Libanon ausweitet, wächst die Gefahr eines Flächenbrands in der gesamten Region. So kündigen nach Angriffen des Irans auf US-Militäreinrichtungen in der Region auch die Golfstaaten Saudi-Arabien, Oman, Katar, Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) an, dass sie bereit sind, auf die „Aggression zu antworten“.
Die USA nutzen für ihre Angriffe auch Militärbasen von Großbritannien. Deutschland, Frankreich und Großbritannien werden „notfalls militärische Defensivmaßnahmen ergreifen“, wie Merz, Macron und Starmer zuletzt verkündeten. Man werde mit den USA und den Verbündeten in der Region zusammenarbeiten. Es gehe darum, die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, „an der Quelle“ zu zerstören. Eine Beteiligung an offensiven Manövern wird bis dato noch ausgeschlossen.
Quellen: Al Jazeera/Die Presse/ORF




















































































