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2023 wurden weltweit 120 Journalisten getötet

Brüssel. Die Internationale Journalisten-Föderation (IFJ) berichtet, dass im Jahr 2023 weltweit 120 Journalistinnen und Journalisten getötet wurden. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr, als 68 Tote gemeldet wurden, was wiederum einen Sprung gegenüber den 47 Toten im Jahr 2021 darstellte.

Der Weltjournalistenverband veröffentlichte vor dem Tag der Menschenrechte der Vereinten Nationen am 8. Dezember eine Liste der getöteten Journalistinnen und Journalisten. Damals lag die Zahl bei 94, doch angesichts der alarmierenden Zahl von 26 Toten in den letzten drei Wochen hat der Verband die Liste zum Jahresende aktualisiert.

82 der 120, also 68 Prozent, wurden im Zusammenhang mit Israels Krieg gegen den Gazastreifen getötet – hierbei handelt es sich um 75 Palästinenserinnen und Palästinenser sowie vier Israelis und drei libanesische Journalisten.

Weitere drei Medienschaffende wurden in Syrien getötet, wo die Kämpfe zwischen der Regierung von Bashar al-Assad, Dschihadisten und kurdischen Gruppen andauern. In anderen Regionen gab es weit weniger Morde, aber im asiatisch-pazifischen Raum wurden zwölf Menschen getötet, wobei Indien mit drei Morden das gefährlichste Land der Region für Journalistinnen und Journalisten im vergangenen Jahr war. Mexiko und Guatemala lagen mit jeweils drei Toten an der Spitze der Liste der zehn getöteten Journalisten in Amerika. Acht Journalisten wurden in Afrika und vier in Europa getötet, drei von ihnen (ein ukrainischer, ein russischer und ein französischer Journalist) im Ukraine-Krieg.

Nach Angaben der IJF wurde bei neun von zehn Todesfällen niemand zur Rechenschaft gezogen. Elf der 120 Opfer waren Frauen. Die steigenden Zahlen verdeutlichen die sich verschärfenden innerimperialistischen Widersprüche, die sich unter anderem sich in Kriegen widerspiegeln.

Die IJF fordert eine verbindliche UN-Konvention, die die Staaten dazu zwingt, Mechanismen zum Schutz der Sicherheit und Unabhängigkeit von Journalistinnen und Journalisten einzuführen.

Quelle: Morning Star

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