HomePolitikTrauer um Herbert Pichler

Trauer um Herbert Pichler

Wien. Eine unermüdliche gewerkschaftliche Kämpfernatur, der Leiter des „Chancen Nutzen Büros“ im ÖGB fand in der Nacht von 2. auf 3. April einen tragischen Tod. Kollege Herbert Pichler wurde in seinem stehenden Auto von einem unter Drogeneinfluss stehenden Autolenker, der nicht einmal einen Führerschein besitzt, gerammt und so schwer verletzt, dass er an den Unfallfolgen 57-jährig verstarb.

Im ÖGB setzte sich der Leiter des Chancen Nutzen Büros für die Inklusion von Menschen mit Behinderung, chronisch und psychisch kranken Menschen in der Arbeitswelt ein, um ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Er forderte, dass behinderte Kinder ganz normal aufwachsen und mit allen anderen Kindern ganz normal zur Schule gehen können. Seit über 50 Jahren passiere keine Schulinklusion, kritisierte Pichler vehement und meinte, man könne sich viel Geld für die Arbeitsplatzinklusion sparen, wenn man das ändere.

Seit 2017 Präsident des Österreichischen Behindertenrates

Seit 2017 war Pichler Präsident des Österreichischen Behindertenrates und setzte sich für die Interessen von 1,4 Millionen Menschen mit Behinderung ein. 

„Als Absolvent einer Sonderschule lag Herbert Pichler das Thema schulische Inklusion besonders am Herzen und als Leiter des ÖGB Chancen Nutzen Büros wusste er um die große Relevanz von Arbeit für Menschen mit Behinderungen. 2021 war ein besonders forderndes Jahr, Herbert Pichler kämpfte erfolgreich dafür, dass auch Menschen mit Behinderungen gut durch die COVID-19 Pandemie kommen“ schreibt der Österreichische Behindertenrat in seinem Nachruf.

Quellen: oegb​.at/behindertenrat​.at

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