Die NEOS fordern erneut eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters. Der Industriellenverband zeigt sich begeistert, die Gewerkschaften sprechen sich dagegen aus.
Wien. Im Anschluss an die Debatte über eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters in Deutschland haben die NEOS ihren arbeitnehmerfeindlichen Standpunkt erneut bekräftigt. Am Dienstag erklärten sie, sich auch in Österreich für eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters einsetzen zu wollen. Laut NEOS-Sozialsprecher Johannes Gasser dürfe eine „offene Debatte über eine weitere Pensionsreform kein Tabu“ sein.
Gasser fordert, das Pensionsantrittsalter an die durchschnittliche Lebenserwartung zu koppeln – ein Modell, das bereits in Schweden angewendet wird. Die Folge wäre eine regelmäßige Anhebung des Pensionsantrittsalters. Da es sich bei der Lebenserwartung jedoch um einen Durchschnittswert handelt, würden viele Menschen das Pensionsalter gar nicht mehr erreichen.
Erwartungsgemäß lobte der Industriellenverband die Stellungnahme Gassers. Angesichts der demografischen Entwicklung brauche es „den Mut, Herausforderungen klar anzusprechen und nachhaltige Lösungen auf den Weg zu bringen“, hieß es in einer Aussendung.
Gegen die Pläne der NEOS sprachen sich zwar der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) und die Gewerkschaft GPA aus. Ihre Kritik richtete sich jedoch vor allem gegen den „starren Automatismus“ des Vorschlags. Eine grundsätzliche Ablehnung einer Anhebung des Pensionsantrittsalters formulierten sie hingegen nicht.
Quelle: ORF




















































































