Heute, am 13. August 2026 wäre Fidel Castro Ruz 100 Jahre alt geworden. Fidel Castro war ein großer Kommunist, Internationalist und Führer der Kubanischen Revolution. Noch heute ist sein Lebenswerk eine Inspiration für Kommunistinnen und Kommunisten jeden Alters auf der ganzen Welt.
Fidel Castro wurde am 13. August 1926 in Birán in der damaligen Provinz Oriente geboren. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Havanna und begann dort seine politische Tätigkeit. Neben den Schriften des Nationalhelden José Martí las er auch Marx, Engels und Lenin.
Die vorrevolutionäre kubanische Gesellschaft der 1940er- und frühen 1950er-Jahre war von gravierender Ungleichheit, Armut und Ausbeutung durch ausländisches, vor allem durch US-Kapital geprägt. Am 10. März 1952 übernahm Fulgencio Batista durch einen Militärputsch die Macht. Unter Batista transformierte sich das Land noch stärker zu einem Vergnügungs- und Wirtschaftsparadies für Kapitalisten und Mafiosi aus den USA.
Castro gehörte zu den Gegnern der Diktatur. Als junger Rechtsanwalt und Mitglied der oppositionellen Orthodoxen Partei hatte er selbst für einen Sitz im Abgeordnetenhaus kandidiert. Nach dem Putsch organisierte er gemeinsam mit anderen Oppositionellen den bewaffneten Widerstand. Die geplante Aktion sollte sich dabei nicht auf einen Angriff auf eine Kaserne beschränken. Waffen sollten erbeutet und anschließend wichtige öffentliche Einrichtungen, Verkehrsknotenpunkte, Telekommunikationsanlagen und Rundfunkstationen besetzt werden. Ziel war es, einen Volksaufstand gegen Batista auszulösen.
Die Jahre der Kubanischen Revolution
Am 26. Juli 1953 griffen Castro und seine Mitstreiter die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba an. Für den Angriff auf die größere Kaserne standen schließlich 115 Kämpfer zur Verfügung, eine kleinere Gruppe sollte gleichzeitig die Céspedes-Kaserne in Bayamo angreifen. Die militärischen Kräfteverhältnisse waren von Anfang an ungünstig. Die Regierungstruppen waren den Revolutionären zahlenmäßig und bei der Bewaffnung deutlich überlegen. Der Angriff scheiterte. Bei den unmittelbaren Gefechten wurden acht Angreifer und 19 Soldaten getötet. Danach begann die Verfolgung der Aufständischen. Militär und Geheimpolizei gingen mit großer Brutalität gegen tatsächliche und mutmaßliche Beteiligte vor. 55 Gefangene wurden gefoltert und ermordet oder sofort erschossen.
Fidel Castro wurde am 1. August 1953 festgenommen. Eine Intervention des Erzbischofs von Havanna trug dazu bei, dass die Repression gegen die gefangenen Rebellen beendet wurde und es zu einem Gerichtsverfahren kam. Am 16. Oktober hielt Castro seine Verteidigungsrede. Sie wurde zu einer politischen Anklage gegen das Batista-Regime. Castro berief sich dabei auf die sozialen und demokratischen Rechte des kubanischen Volkes und schloss mit den Worten: „Die Geschichte wird mich freisprechen.“ Das Gericht verurteilte ihn zu 15 Jahren Gefängnis.
Der Angriff auf die Moncada-Kaserne war militärisch gescheitert. Seine politische Bedeutung erwies sich jedoch erst in den folgenden Jahren. Das Datum des 26. Juli wurde zum Namen der revolutionären Bewegung. Nach seiner Freilassung im Rahmen einer Generalamnestie am 15. Mai 1955 ging Castro ins Exil nach Mexiko. Im Sommer desselben Jahres gründete er die Bewegung des 26. Juli, M‑26–7. Die Niederlage von Moncada wurde zum Ausgangspunkt für die Fortsetzung des revolutionären Kampfes.
In Mexiko wurden die späteren Guerillakämpfer militärisch ausgebildet. Zu den 82 Revolutionären, die schließlich nach Kuba zurückkehren sollten, gehörten neben Fidel und Raúl Castro auch Camilo Cienfuegos und der argentinische Arzt Ernesto „Che“ Guevara. Am 25. November 1956 brachen sie mit der Granma nach Kuba auf. Am 2. Dezember landeten die Revolutionäre an der kubanischen Küste. Die Gruppe erlitt erneut schwere Verluste, doch ein Teil der Kämpfer konnte sich in die Sierra Maestra zurückziehen.
Dort begann der eigentliche Revolutionskrieg. Die Guerilla baute ihre Kräfte aus und gewann Unterstützung in Teilen der Bevölkerung. Gleichzeitig wuchs der Widerstand gegen Batista in den Städten. 1958 gingen die revolutionären Kräfte zur Offensive über. Einheiten unter Che Guevara und Camilo Cienfuegos rückten nach Westen vor. Nach dem Fall von Santa Clara floh Batista am 1. Jänner 1959 aus Kuba. Die „Barbudos“, die bärtigen Revolutionäre, zogen in Havanna ein. Die Revolution hatte gesiegt.
Aufbau des Sozialismus und proletarischer Internationalismus
Am 16. Februar 1959 übernahm Castro das Amt des Ministerpräsidenten. Die neue Regierung begann unmittelbar damit, die politischen und wirtschaftlichen Grundlagen der alten Ordnung zu zerschlagen. Mit der Agrarreform, der Verstaatlichung zentraler Wirtschaftsbereiche, der Alphabetisierung und dem Ausbau des Gesundheits- und Bildungswesens wurde in Kuba der Sozialismus aufgebaut.
Am 16. April 1961 erklärte Castro vor der Bevölkerung den sozialistischen Charakter der Revolution. Wenige Tage zuvor hatten von den USA unterstützte Exilkubaner mit der Invasion in der Schweinebucht begonnen. Der Angriff wurde innerhalb weniger Tage zurückgeschlagen. Washington reagierte mit weiteren wirtschaftlichen Sanktionen und schließlich mit der umfassenden Blockade Kubas.
Die Imperialisten konnten die Kubanische Revolution nicht brechen. Die Bedeutung dieser Revolution ging stattdessen weit über die Grenzen der Insel hinaus: Kuba unterstützte antikoloniale und antiimperialistische Bewegungen in Afrika. Besonders bedeutend wurde der kubanische Einsatz in Angola. Nach dem Ende der portugiesischen Kolonialherrschaft 1975 kämpften verschiedene Kräfte um die Macht. Das südafrikanische Apartheid-Regime griff militärisch ein, während die linke MPLA Unterstützung aus der Sowjetunion und Kuba erhielt. Kuba entsandte zunächst Ausbilder, später umfangreiche militärische Verbände. Kubanische Truppen kämpften gemeinsam mit den angolanischen Einheiten gegen ausländische und von Südafrika unterstützte Streitkräfte. Schließlich war Südafrika zu einer Vereinbarung gezwungen und die Armeen zogen sich zurück. Kurz darauf kollabierte auch das vom Westen unterstützte Apartheidregime in Südafrika.
Der Einsatz in Angola wurde zu einem wichtigen Beispiel für den kubanischen Internationalismus. Die Unterstützung von Befreiungsbewegungen verband sich auch mit medizinischer und technischer Zusammenarbeit. Kubanische Ärztinnen und Ärzte, Lehrer und Lehrer sowie Technikerinnen und Techniker wurden in zahlreiche Länder entsandt. Die medizinische Hilfe wurde zu einem dauerhaften Bestandteil der kubanischen Außenpolitik und wird bis heute fortgeführt.
Mit der Konterrevolution in der Sowjetunion und den sozialistischen Staaten Osteuropas 1989 bis 1991 verschlechterten sich die wirtschaftlichen Bedingungen für Kuba erheblich. Die Insel verlor wichtige Handelspartner und einen großen Teil ihrer bisherigen wirtschaftlichen Unterstützung. Doch auch in dieser Periode leitete Fidel Castro mit Umsicht die Fortführung der Kubanischen Revolution. Im Wahlkreis Santiago wurde er seit Bestehen der Nationalversammlung jedes Mal als Abgeordneter gewählt.
„Die Ideen, für die ich das ganze Leben gekämpft habe, können nicht sterben“
2006 wurden Castros staatliche Funktionen aufgrund zunehmender gesundheitlicher Probleme schrittweise auf Raúl Castro übertragen. 2008 trat Fidel endgültig von seinen staatlichen Ämtern zurück.
Trotz der zahlreichen Mordversuche des US-Imperialismus starb Fidel Castro am 25. November 2016 im hohen Alter von 90 Jahren eines natürlichen Todes. Am 4. Dezember wurde seine Urne in Santiago de Cuba beigesetzt.
Die Partei der Arbeit Österreichs (PdA) erklärte damals in ihrem Kondolenzschreiben an die Kommunistische Partei Kubas (PCC), Fidel Castro sei ein „hervorragender politischer Führer und militärischer Kommandant, ein großer Revolutionär und Kommunist“ gewesen. Seine Führung des kubanischen Volkes im Kampf gegen Diktatur, Imperialismus und Kapitalismus habe Revolutionäre und Kommunistinnen und Kommunisten weltweit ermutigt. Zugleich wurde die Verpflichtung bekräftigt, das Andenken an Castro in Österreich lebendig zu halten und die Freundschaft zwischen dem österreichischen und dem kubanischen Volk zu stärken.
Quellen: Zeitung der Arbeit/Zeitung der Arbeit
















































































