Aktuell scheint es, als ob Rechenzentren in Österreich wie die Pilze aus dem Boden schießen. In der kleinen Marktgemeinde Leopoldsdorf, wo die Pläne für den Bau eines solchen schon unter Dach und Fach sind, soll nun noch ein zweites errichtet werden.
Leopoldsdorf. Im Bezirk Bruck an der Leitha gab der Gemeinderat von Leopoldsdorf erst kürzlich grünes Licht für ein Rechenzentrum, das dort gebaut werden soll. Der US-Konzern CloudHQ mit Sitz in San Francisco plant dort, südlich der Wiener Stadtgrenze, ein Rechenzentrum zu errichten.
Während auch im Rest von Österreich diese Bauprojekte aktuell für Aufregung sorgen, wurde bekannt, dass auch in der Marktgemeinde Leopoldsdorf, wo nur rund 5.600 Personen leben, ein weiteres Rechenzentrum geplant ist. Nur wenige hundert Meter weiter will der deutsche Konzern NDC-Garbe ein Datacenter errichten. Das bestätigte der Bürgermeister mittlerweile gegenüber dem ORF Niederösterreich.
Das Projekt wird unter anderem wegen der zu erwartenden Lärmbelastung und den enormen Mengen an Abwärme, für die es keine Nutzung gibt, massiv kritisiert. Eine Initiative startete bereits eine Petition gegen die beiden geplanten Rechenzentren.
Neben der Lärmbelastung und der Abwärme brauchen Rechenzentren auch Unmengen an Strom sowie Wasser zur Kühlung. Auch das muss zur Verfügung gestellt werden. In Timelkam wurde erst kürzlich mit öffentlichen Geldern ein Batteriespeicher finanziert, unter anderem um den massiven Stromverbrauch des geplanten Google-Rechenzentrums in Kronstorf decken zu können. Die Arbeiterklasse bezahlt für Strom, Wasser und Infrastruktur – die Gewinne wandern an große Tech-Konzerne.
Quelle: ORF




















































































